
| Table of Content |
| Stats |
| Skills |
| Skill Ascension |
| Related Items |
| Gallery |
| Sounds |
| Quotes |
| Stories |
Stats
| Lv | HP | Atk | Def | CritRate% | CritDMG% | Bonus EM | Materials | Total Materials |
| 1 | 1003 | 16.03 | 68.21 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20 | 2577 | 41.17 | 175.24 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20+ | 3326 | 53.15 | 226.2 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40 | 4982 | 79.61 | 338.81 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40+ | 5514 | 88.12 | 375.02 | 5.0% | 50.0% | 24 | ||
| 50 | 6343 | 101.35 | 431.36 | 5.0% | 50.0% | 24 | ||
| 50+ | 7052 | 112.7 | 479.64 | 5.0% | 50.0% | 48 | ||
| 60 | 7881 | 125.94 | 535.98 | 5.0% | 50.0% | 48 | ||
| 60+ | 8413 | 134.44 | 572.19 | 5.0% | 50.0% | 48 | ||
| 70 | 9241 | 147.67 | 628.47 | 5.0% | 50.0% | 48 | ||
| 70+ | 9773 | 156.17 | 664.67 | 5.0% | 50.0% | 72 | ||
| 80 | 10602 | 169.41 | 721.02 | 5.0% | 50.0% | 72 | ||
| 80+ | 11134 | 177.92 | 757.22 | 5.0% | 50.0% | 96 | ||
| 90 | 11962 | 191.16 | 813.57 | 5.0% | 50.0% | 96 | ||
| 90+ | 11962 | 191.16 | 813.57 | 5.0% | 50.0% | 96 | ||
| 100 | 12790 | 239.93 | 869.84 | 5.0% | 50.0% | 96 |
Skills
Active Skils
![]() | Speer der Eidwächter | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Führt bis zu 4 Lanzenstiche hintereinander aus. Verbraucht eine gewisse Menge Ausdauer, sticht geschwind nach vorn und fügt den Gegnern in der Bahn Schaden zu. Schlägt beim Fallen aus der Luft auf den Boden auf, greift alle Gegner in der Bahn an und verursacht beim Aufkommen Flächenschaden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() | Singvogel der Morgendämmerung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ruft den an seiner Seite kämpfenden Botenvogel „Pieper“ herbei und verursacht je nach einfachem Drücken oder Gedrückthalten unterschiedliche Effekte. Pieper stürzt sich auf Gegner vor ihm und fügt dem Gegner, mit dem er in Kontakt kommt, Visiert einen Gegner an, woraufhin Pieper sich auf diesen stürzt und dem Gegner, mit dem er in Kontakt kommt, | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | Schattenlose Reflektion | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Entfacht ein Licht, das Verbraucht, wenn auf obige Art verursachter Verleiht Illuga zudem für jedes Der Effekt „Lied des nächtlichen Albtraums“ wird beendet, wenn die Stapelungen von „Lied der Nachtigall“ aufgebraucht sind oder die Wirkungsdauer abgelaufen ist. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Passive Skills
![]() | Mondomen-Segen – Unvergänglich im Winter |
| Erhöht die Stufe vom |
![]() | Pakt der Fackelmacher |
| Verleiht anderen Truppenmitgliedern in der Nähe nach dem Anwenden der Elementarfähigkeit Erhöht die Elementarkunde von Figuren, die von „Schwur der Lichthüter“ betroffen sind, um 50 Punkte. |
![]() | Dämmerung der Dämonenjäger |
| Verstärkt den Effekt |
![]() | Schritte der Nachtwächter |
| Verleiht den eigenen Figuren in der Truppe nachts (18 bis 6 Uhr) den Effekt „Schneller Schritt“: Erhöht die Bewegungs-GSW um 10 %. Dieser Effekt gilt nicht in Sphären, Gebietssäuberungen oder im Gewundenen Abgrund und ist nicht stapelbar. Außerdem scheint Illuga das Flüstern der Wilden Jagd zu verstehen ... |
Constellations
![]() | Aufmerksame Wache |
| Stellt Illuga, wenn dieser sich auf dem Feld befinden und eine |
![]() | Elch mit spitzem Geweih |
| Illuga ruft während der Wirkungsdauer des Effekts „Lied des nächtlichen Albtraums“ der Spezialfähigkeit {LINK#S11275} |
![]() | Erderschütternder Bär |
| Erhöht die Stufe der Spezialfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Die Sonne jagender Wolf |
| Erhöht während der Wirkungsdauer des Effekts „Lied des nächtlichen Albtraums“ der Spezialfähigkeit |
![]() | Pferd des Hurrikans |
| Erhöht die Stufe der Elementarfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Albtraum-Pirol |
| Verstärkt den Effekt „Schwur der Lichthüter“ des passiven Talents Erhöht die Elementarkunde von Figuren, die vom Effekt „Schwur der Lichthüter“ beeinflusst sind, um 80 Punkte. Das passive Talent |
Skill Ascension
Gallery
Sounds
| Title | EN | CN | JP | KR |
| Party Switch | ||||
| Party Switch when teammate is under 30% HP | ||||
| Party Switch under 30% HP | ||||
| Opening Chest | ||||
| Normal Attack | ||||
| Medium Attack | ||||
| Heavy Attack | ||||
| Taking Damage (Low) | ||||
| Taking Damage (High) | ||||
| Battle Skill #1 | ||||
| Battle Skill #3 | ||||
| Sprinting Starts | ||||
| Jumping | ||||
| Climbing | ||||
| Heavy Breathing (Climbing) | ||||
| Open World Gliding (Start) | ||||
| Open World Idle | ||||
| Fainting |
Quotes
Audio Language:
| Title | VoiceOver |
| Gespräch – Wachsam bleiben | |
| Gespräch – Nachtpatrouille | |
| Gespräch – Widrigkeiten | |
| Schön, dich kennenzulernen. | |
| Es hat aufgehört zu regnen ... | |
| Wenn es blitzt ... | |
| Wie sonnig ... | |
| Ein Sturm zieht auf. | |
| Guten Morgen. | |
| Guten Tag. | |
| Guten Abend. | |
| Gute Nacht. | |
| Über Illuga – Lichthüter | |
| Über Illuga – Truppenführer | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über uns – Pflichten | |
| Über uns – Truppmitglieder | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Über das „Göttliche Auge“ ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Willst du mir etwas mitteilen? | |
| Interessante Vorkommnisse ... | |
| Über Flins – Besuche | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Flins – Geheimnisse | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Lauma ... | * Wird bei Freundschaftsstufe 4 freigeschaltet |
| Über Varka ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Nefer ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Aino ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Linnea ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über die Mondgöttin ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Illuga erfahren I | |
| Ich will mehr über Illuga erfahren II | * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Ich will mehr über Illuga erfahren III | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Illuga erfahren IV | * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Ich will mehr über Illuga erfahren V | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Illugas Hobbys ... | |
| Illugas Sorgen ... | |
| Was er so mag ... | |
| Was er nicht mag ... | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Geschenk erhalten I | |
| Geschenk erhalten II | |
| Geschenk erhalten III | |
| Dein Geburtstag ... | |
| Gedanken über den Aufstieg – Beginn | * Ab Aufstiegsstufe 1 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Fortschritt | * Ab Aufstiegsstufe 2 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Höhepunkt | * Ab Aufstiegsstufe 4 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Ende | * Ab Aufstiegsstufe 6 verfügbar |
| Elementarfähigkeit I | |
| Elementarfähigkeit II | |
| Elementarfähigkeit III | |
| Elementarfähigkeit IV | |
| Elementarfähigkeit V | |
| Elementarfähigkeit VI | |
| Spezialfähigkeit I | |
| Spezialfähigkeit II | |
| Spezialfähigkeit III | |
| Truhe öffnen I | |
| Truhe öffnen II | |
| Truhe öffnen III | |
| Niedrige LP I | |
| Niedrige LP II | |
| Niedrige LP III | |
| Verbündeter hat niedrige LP I | |
| Verbündeter hat niedrige LP II | |
| Ohnmächtig I | |
| Ohnmächtig II | |
| Ohnmächtig III | |
| Leichten Treffer erlitten I | |
| Leichten Treffer erlitten II | |
| Schweren Treffer erlitten I | |
| Schweren Treffer erlitten II | |
| Truppenbeitritt I | |
| Truppenbeitritt II | |
| Truppenbeitritt III |
Stories
| Title | Text |
| Figurendetails | Der Frühling in Nod-Krai ist gnadenlos. Im Gegensatz zu den Nordlanden, wo der Schnee fast das ganze Jahr über das Land bedeckt und den Lebewesen, die in seinem Boden begraben liegen, niemals auch nur den Hauch einer Illusion lässt, ist der Frühling in Nod-Krai grausam und lockt mit falschen Hoffnungen. Wenn der bittere Winter seinen Griff lockert und der Frost in den durstigen Boden schmilzt, genießen die seit letztem Jahr tief vergrabenen Samen wieder die süße, feuchte Erde. Sie spüren die Wärme und regen sich, in der Vorstellung, dass der Feind, der ihre Stängel und Blätter zerstört hat, mit der Zeit endlich verschwunden ist. Angetrieben von diesem flüchtigen Versprechen streckt sich jeder zarte Spross verzweifelt, drängt sich durch die rissige, störrische Erde, um einen längst vergessenen Hauch frischer Luft zu schmecken. Doch es ist nichts als eine Lüge, eine Falle, aufgestellt für die Unvorsichtigen. Eine Nacht des frühlingshaften Frostes, alle alle Bemühungen waren umsonst. Was bleibt, ist eine trostlose Landschaft,, zerstört und unfruchtbar. Der Frühling in Nod-Krai ist tückisch. Doch wenn eine Pflanze den unerbittlichen Wind und Frost überstehen kann, die Grausamkeit, der selbst die Erde müde zu sein scheint, dann kann selbst das sogar auch bescheidenste Winterweidenkraut sein eigenes Sonnenlicht in einer wiedergeborenen Welt finden. Es ist eine Belohnung für Widerstandsfähigkeit oder vielleicht für Mut, obwohl die beiden oft ein und dasselbe sind. Möglicherweise vergleichen sich die Lichthüter von Nod-Krai deshalb oft mit dem Winterweidenkraut. Doch nur den Wenigsten ist es vergönnt, die bittere Kälte zu überstehen und den beginnenden Frühling zu überleben. Und im Gegensatz zu jenem Kraut hat Illuga, der im Schatten des Leuchtturms aufgewachsen ist, immer davon geträumt, selbst zum Sonnenlicht zu werden. In einer anderen Geschichte, die unter den Lichthütern gemunkelt wird und darüber hinaus kaum einer Seele bekannt ist, fliegt eine Nachtigall mit einer Glut im Schnabel in der Nacht davon; wie eine Sternschnuppe streift sie über den Himmel und bringt mit ihrem glimmenden Halm Licht in den Tag. Illuga hat dem alten Nikita nie erzählt, dass er diese Geschichte bevorzugte. |
| Figurenhintergrund 1 | Begleitet vom fröhlichen Ruf der Schiffssirene lief das Passagierschiff langsam in den neuen Hafen von Nasha ein. Noch bevor die Hafenbeamten mit der Überprüfung der Ankunftsliste beginnen konnten, strömten die Passagiere auch schon in einem steten Strom an Land. Natürlich waren die Einreiseformalitäten von vornherein kaum mehr als eben das: Formalitäten. Nod-Krai war das Paradies für Vagabunden, denn seine Tore standen weit geöffnet für jeden, der anklopfte, ungeachtet seines Vermögens oder seines Standes. Doch dieses Mal sollte es anders sein. Als der für gewöhnlich zerstreute Hafenmeister eintraf, befand sich nur noch ein einziges Paar an Bord des Schiffes. „Wartet ihr auf jemanden?“ Der Hafenaufseher trat vor; er nahm an, dass das Paar in Schwierigkeiten geraten sein könnte. „Oh nein, keineswegs. Wir dachten nur, dass jemand unsere Einreisedokumente überprüfen müsste. Meine Frau hatte Sorge, dass die Arbeit im Hafen behindert werden könnte, wenn wir einfach so gegangen wären. Aber nun bist du ja gekommen.“ So sprach der Ehemann, während seine Frau hinter ihm verweilte, fast so, als hätte sie sich noch nicht an ein Leben in der Öffentlichkeit gewöhnt. Vielleicht hatte ja dieses junge Paar Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen, und sich so von den endlosen Geschichten der Seeleute in die Irre führen lassen, dass sie beschlossen, ihre Heimat zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen. Oder sie waren ein mittelloser junger Mann und eine behütete junge Frau, die durchgebrannt waren und sich im Schutz der Nacht auf das Passagierschiff geschlichen hatten, um sich den Zwängen der Gesellschaft zu entziehen. Was auch immer die Wahrheit sein mochte, es spielte keine Rolle. Hier in Nod-Krai fragte niemand nach deiner Vergangenheit. Nachdem also die Registrierung abgeschlossen war, sah der Hafenmeister ihnen nach, wie sie langsam in der Ferne verschwanden, und ein schwaches Gefühl, schwer zu greifen, machte sich in seiner Brust breit. Für gewöhnliche Menschen war es einst ein unerreichbarer Luxus gewesen, in Nod-Krai einen stabilen Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch glücklicherweise waren dies seltene und bessere Zeiten. Die Wilde Jagd, die die Region lange Zeit heimgesucht hatte, war seit Jahrzehnten zu keinem groß angelegten Angriff mehr angerückt. Der Schrecken, den sie einst verbreitet hatte, war nur noch eine bruchstückhafte Erinnerung, verblasst im Laufe der Zeit; und durch das Ableben derer, die sie noch hautnah miterlebt hatten, war von ihr nicht mehr geblieben als eine schaurige Volkssage, die in den ländlichen Tavernen hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde. Sie würden sich hier niederlassen, vielleicht ein Haus bauen, ja vielleicht sogar ein Kind bekommen. Ohne ihr Leben zu riskieren, könnten sie vermutlich ein beschauliches, fast idyllisches Dasein genießen. Aber würden solche Tage wirklich Bestand haben? ... Katastrophen kommen immer ohne Vorwarnung. Als Illuga erwachte, empfing ihn nur ein Meer aus Flammen. Wenn es Feuer gewesen wäre, dann hätte es doch rot sein müssen. Doch was ihn umgab, waren Wände aus pechschwarzen Vorhängen, die wie Flammen züngelten und sich schlangenartig bewegten. Er erinnerte sich daran, dass er in alten Geschichten von solch schwarzem Feuer schon einmal gehört hatte, Geschichten, die zu den Klängen von Wolfsgeheul erzählt wurden, welches des Nachts vor den Fenstern ertönte. Es waren Geschichten, die seine frühesten Albträume gefüttert hatten. Doch vielleicht waren es gar keine Albträume gewesen. Oder vielleicht sind Albträume einfach die Wahrheiten, die die Realität nicht auszusprechen vermag, offenbart ohne jede Verschleierung. Wäre er ein normales Kind gewesen, er wäre wahrscheinlich bitterlich in Tränene ausgebrochen. Doch Illuga erinnerte sich an die Worte seiner Mutter, nachdem sie ihm die Geschichte vom schwarzen Feuer erzählt hatte. Er dürfe nicht weinen. Denn wenn er weinte, würden die Monster, die nach dem Leben trachteten, ihn finden. Und tatsächlich verstummten die Schreie und das Weinen um ihn herum schon sehr bald. Er glaubte, dass dies bedeutete, dass sie alle von den Monstern verschleppt worden waren. Wie lange diese tödliche Stille anhielt, er vermochte es nicht zu sagen. Allmählich begann Illuga schwache, bruchstückhafte Geräusche zu hören, die sich in der Dunkelheit regten. Sie waren wie ein Flüstern, das der Hölle selbst entstieg. Doch auch diese Geräusche verstummten bald. Ihrer statt folgte der schwere Rhythmus eiliger Schritte, und mit ihm fiel neben dem Lärm auch Licht herein. „Armes kleines Ding, es zittert so sehr. Dies ist kein Ort für ein Kind ... nur die Wilde Jagd streift umher und nichts Lebendiges ist in der Nähe.“ „Sie war wirklich eine wunderbare Mutter ... Ein Kind, das all das überlebt, wird mit Sicherheit zu einem starken Erwachsenen heranwachsen.“ Der Verlust seiner Eltern und seines gesamten Besitzes, mit Ausnahme des eigenen Körpers, kam Illuga weniger wie eine Tragödie vor, als vielmehr wie das Erwachen aus einem Traum, der zu einem anderen Leben gehörte. Hatte er diese Katastrophe wirklich überlebt? Tatsächlich konnte er sich nicht einmal mehr an die Namen seiner Eltern erinnern. Vielleicht hatte die Wilde Jagd ja viel mehr ausgelöscht als nur den Ort, den er einst sein Zuhause nannte. Vielleicht hatte sie nebenbei auch sein früheres Leben ausradiert und nur eine Leere hinterlassen, die niemals gefüllt werden konnte. Und doch, mit genügend Zeit, werden selbst die tiefsten Wunden verheilen. Glücklicherweise war dies Nod-Krai, ein Land, in dem niemand nach deiner Vergangenheit fragt. * Ab Freundschaftsstufe 2 verfügbar |
| Figurenhintergrund 2 | Im Vergleich zum geschäftigen Treiben in Nasha erinnerte Piramida, wie es so auf den Hügeln thronte, eher an eine militärische Festung. Die Stadt, die um einen hoch aufragenden Turm herum gebaut worden war, stand wie ein einsamer Krieger auf der weiten Ebene und hielt unter dem klaren blauen Himmel Wache. Mit Ausnahme einiger weniger Händler, die gelegentlich dringend benötigte Vorräte lieferten, waren die meisten Einwohner der Stadt Ratniki. Hier verbrachte Illuga eine Zeit seltener Ruhe. Der Ratnik, der ihn aus den Trümmern des großen Feuers gerettet hatte, hieß Nikita. Er hatte erst vor kurzem die Position des Starshyna übernommen; obwohl „übernehmen“ vielleicht etwas übertrieben war, denn die Aufgabe, die vor ihm lag, unterschied sich kaum davon, die Truppe von Grund auf neu aufzubauen. Schließlich hatten nur eine Handvoll Ratniki die letzte große Schlacht überlebt. Doch nachdem sie eine solche Katastrophe überlebt hatten, erkannten die Bewohner der Inseln von Lempo endlich, dass die schrecklichen Geschichten, die ihre Vorfahren überliefert hatten, nicht irgendwelche Märchen waren. Viele entschlossene junge Männer und Frauen traten hervor und schlossen sich denen an, die die lange Nacht hindurch Wache hielten. Die frisch rekrutierten Ratniki nannten Nikita liebevoll „Alter Mann“, obwohl er eigentlich gar nicht alt war. Er war höchstens ein Mann mittleren Alters, der viele Jahre voller Entbehrungen hinter sich hatte. Er war nachdenklich und einfühlsam und schien immer genau zu wissen, wo jeder Einzelne hingehörte. Er gab ihnen ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, das sie dazu bewegte, bei den Ratniki zu bleiben. Für eine Organisation, die von ihren Mitgliedern verlangte, ein behagliches Leben aufzugeben und sich ständig Gefahren auszusetzen, und die ihnen dafür außer Ehre wenig zu bieten hatte, war dies nichts weniger als ein Wunder. Vorläufig hatte dies jedoch nichts mit dem jungen Illuga zu tun. In den ersten ein bis zwei Jahren nahm sich Nikita persönlich Illugas an. Er war nicht besonders gut darin, ihm die Feinheiten des täglichen Lebens beizubringen, hauptsächlich, weil er selbst nicht viel davon wusste; aber er brachte Illuga eine Menge über den Kampf bei: wie man die Bewegungen wilder Tiere verfolgt, wie man sie überrascht und ihnen den Todesstoß versetzt. Illuga lernte schnell. Und wenn er sich auf den vor ihm liegenden Kampf konzentrierte, schienen ihn die Albträume nicht mehr einholen zu können. Schon bald jedoch, vielleicht weil er das Gefühl hatte, den Kindern einen schlechten Dienst zu erweisen, und weil die militärischen Aufgaben mit zunehmender Truppenstärke immer anspruchsvoller wurden, beschloss Nikita, die Kriegswaisen, die in Piramida Zuflucht gesucht hatten, in einer separaten Unterkunft unterzubringen und ihnen eigene Betreuer zur Seite zu stellen. Unter den Kindern war Illuga der Älteste. Er durfte sich somit ohne Aufsicht von Erwachsenen frei in der Stadt bewegen. Die Lichthüter waren wie eine große Familie, und es gab viele Onkel und Tanten unter ihnen, die sich um ihn kümmerten, als wäre er ihr eigen Fleisch und Blut. Dennoch hielt Illuga vorsichtige Distanz zu dieser Freundlichkeit. Abgesehen davon, dass er sich um die jüngeren Kinder kümmerte, verbrachte er die meiste Zeit allein im Archivraum der Lichthüter und verlor sich in Stapeln todlangweiliger Dokumente. Diese Aufzeichnungen waren gefüllt mit Geschichten über Helden, doch keine einzige davon endete mit einem Triumph. Am Ende jedes Eintrags erschien derselbe formelhafte Satz: „Dieser großartige Ratnik gab sein Leben, um sein Zuhause zu schützen.“ „Zuhause?“ Illuga schreckte instinktiv vor diesem Gedanken zurück. In Wahrheit betrachtete er diesen Ort schon seit langem als sein Zuhause, doch er hatte dieses Wort nie laut ausgesprochen, fast so, als könne er die Welt irgendwie täuschen, indem er sich weigerte, es auszuformulieren. * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Figurenhintergrund 3 | Die meiste Zeit des Jahres war das Leben in Piramida von Kargheit geprägt, insbesondere für Kinder, denen hier kaum Abwechslung oder Freude geboten wurde. Nur wenn in der Halle ganz oben in der Festung ein Bankett stattfand, kehrten die im Ausland stationierten Ratniki zurück und verliehen der ansonsten vorherrschenden düsteren Atmosphäre einen Hauch von Lebendigkeit. In solchen Zeiten mussten die älteren Kinder in der Küche mit anpacken. Für sie lag der größte Reiz eines Banketts darin, dass sie Delikatessen probieren konnten, die es im Alltag kaum gab, und Illuga bildete da keine Ausnahme. Die zurückkehrenden Ratniki brachten Zutaten aus fernen Ländern mit, und unter der Anleitung der Küchenfrauen eignete er sich selbst einige Kochkünste an. Nach den Regeln der Starshyna durften die Kinder erst nach dem Ende des Banketts der Erwachsenen Platz nehmen. Nikitas Erklärung dafür war simpel: „Kinder dürfen nicht trinken.“ Ein Grund, der nur Kinder täuschen konnte, dachte Illuga insgeheim. Schließlich konnte man ihn kaum noch als Kind bezeichnen. Einmal schlich er sich, als die Erwachsenen gerade nicht aufpassten, in die Halle, neugierig darauf, welche Köstlichkeiten sie vor ihnen versteckten. Stattdessen fand er Erwachsene vor, die über ihren Bechern Tränen vergossen. Sie waren so sehr in ihrem trunkenen Kummer versunken, dass keiner von ihnen seine Anwesenheit bemerkte. Sollten Bankette nicht eigentlich Anlässe zur Freude sein? Warum wirkten dann alle so traurig? Illuga behielt diese Fragen tief in seinem Herzen verborgen. Die Zeit verging, Tag für Tag. Aus Gründen, die er nicht benennen konnte, wurden immer häufiger Bankette veranstaltet. Dennoch zeigten die Erwachsenen keine Anzeichen von Freude – wenn überhaupt, fiel es ihnen immer schwerer, ihre Niedergeschlagenheit zu verbergen. Selbst Illuga spürte langsam, dass etwas nicht stimmte. Der Onkel aus dem Archiv, der ihm immer ein Stück Lakkabeerenkuchen gegeben hatte, tauchte nach dem Winter nicht mehr auf. Die Tante, die ihm beigebracht hatte, wie man Brot im Ofen backt; eines Tages wurde sie plötzlich durch einen unbekannten jungen Mann ersetzt. Er fragte die Erwachsenen ein- oder zweimal danach, doch die Antworten waren stets vage und vergingen, bevor sie Gestalt annehmen konnten. Beim vierten Bankett dieses Jahres war der Personalmangel in der Küche so gravierend geworden, dass Illuga damit betraut wurde, die Kinder bei der Zubereitung der Vorspeisen anzuleiten. Diesmal konnte er endlich die Halle betreten, als das Bankett begann. Alles war still. Illuga trug ein Tablett und sah die Ratniki in feierlichen Reihen stehen, die ihre Becher in stiller Hingabe zum Himmel erhoben. Das scharfe Klirren von Porzellan, das auf dem Boden zerschellte, durchbrach die Stille. In diesem Augenblick begriff er alles, und Tränen liefen ihm über die Wangen, bevor er sie zurückhalten konnte. Die große Honigweinhalle auf der höchsten Ebene von Piramida war ein Ort, an dem nach bitteren Siegen Bankette abgehalten wurden. Die Erwachsenen hatten mühsam eine zerbrechliche Hülle aus Papier und Kleister geschaffen, in der Hoffnung, die Kinder vor der grausamen Realität zu schützen. Doch die Blutflecken dieser Realität waren dennoch unbemerkt durchgedrungen und hatten die andere Seite durchtränkt. Wahrscheinlich hatte Illuga das schon vor langer Zeit begriffen. Er hatte weitaus grausamere Szenen miterlebt, die er in jedem unerwarteten Albtraum erneut durchlebte. Er glaubte, dass er die Monster in Schach halten könnte, indem er sich wie früher im Dunkeln versteckte, bis er erkannte, dass der Sand, den er so fest umklammerte, ihm unaufhörlich durch die Finger rieselte. Eines Tages würde ihm dieser Sand vollständig ausgegangen sein, genauso wie ihn irgendwann die Albträume einholen würden. Bevor dieser Tag kam, musste er etwas unternehmen, irgendetwas, um diesen Verlust zu hinauszuzögern, und sei es nur ein wenig. Und so fasste er schließlich einen Entschluss, und ein seltsames Gefühl der Erleichterung durchströmte ihn, als er sich auf den Weg zu Nikitas Kommandoposten machte. * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Figurenhintergrund 4 | Auch spät in der Nacht war der Kommandoposten von Starshyna Nikita noch hell erleuchtet. Es wurde allgemein angenommen, dass Ratniki nur nach Einbruch der Dunkelheit auftauchten, als ob sie überhaupt keinen Schlaf benötigten. Aber so war es natürlich nicht. In Wahrheit hatte Nikita als Starshyna einen sorgfältig abgestimmten Nachtpatrouillenplan für seinen Orden erstellt und alles getan, damit jeder ausreichend Ruhe bekam und fit für den Dienst blieb. Nikita selbst bildete da keine Ausnahme. Er war nicht unbedingt dafür bekannt, sich bis zur Erschöpfung zu verausgaben, was diese Situation umso ungewöhnlicher machte. Auf dem Tisch im Kommandoposten lagen ordentlich sortierte Berichte aufgestapelt. Vor Nikita selbst lag nur ein dünner Stapel Briefe. Der breitschultrige Mann mittleren Alters stützte sich mit beiden Händen auf der Tischplatte ab, wobei seine Körperhaltung eine gewisse Unruhe verriet. In diesem Moment huschte ein geisterhaftes blaues Flämmchen an der Wand vorbei. Nikita konnte es kaum übersehen haben, doch schien er an solche Vorkommnisse längst gewöhnt zu sein. „Schön, dich zu sehen, Flins. Nimm doch das nächste Mal die Vordertür.“ „Ich war auf Patrouille“, antwortete die Phantomflamme, während sie eine menschliche Gestalt annahm. Er ignorierte die Bemerkung, zog stattdessen einen Stuhl neben den Schreibtisch und setzte sich. „Die Lichter hier haben noch gebrannt, also dachte ich, ich schaue mal vorbei.“ „Apropos Patrouille ... Ich fürchte, du wirst in nächster Zeit mehr Verantwortung übernehmen müssen“, sagte Nikita. „Wir haben in den Kämpfen dieses Jahr schwere Verluste hinnehmen müssen und sind personell stark eingeschränkt.“ „Wenn es an Personal mangelt, ist es nur recht und billig, wenn ich meinen Teil beitrage“, antwortete Flins feierlich, obwohl er noch nie einen Blick auf den Patrouillenplan geworfen hatte. „Ist die Rekrutierung denn so schlecht gelaufen?“ „Nach einem so brutalen Kampf haben viele Angst“, erklärte Nikita mit einem bitteren Lächeln. „Sie waren alle jung und hatten eine vielversprechende Zukunft vor sich. Und dennoch hatte ich keine andere Wahl, als sie aufs Schlachtfeld zu schicken.“ „Vielleicht ist das die Last, die ein Starshyna zu tragen hat“, sagte Flins. Es war unklar, ob er das zum Trost sagte oder lediglich eine Tatsache feststellte. Sein Blick wanderte zu den Briefen auf dem Schreibtisch. „Sind das die Bewerber?“ „Schau mal. Den kennst du doch“, sagte Nikita und reichte ihm den Brief. „Illuga ... Ja, jetzt erinnere ich mich. Das ist das Kind, das du damals gerettet hast.“ „Ich habe sie nicht mitgebracht, um einfach nur ein paar weitere junge Soldaten auszubilden“, sagte Nikita. „Er verdient eine bessere Zukunft und sollte nicht auf dem Schlachtfeld verheizt werden.“ „Aber du brauchst doch seine Hilfe, oder?“ entgegnete Flins. „Was hat er so drauf?“ „Im Kampf macht ihm keiner so schnell was vor. Wenn er Monstern gegenübersteht, wirkt er kaum noch wie ein Kind.“ „Hast du es ihm beigebracht?“ Nikita schwieg dazu. Nach einer langen Pause seufzte er tief. „Ach ... Ich hätte ihm ein gutes Zuhause suchen sollen, damit er ein neues Leben beginnen kann, anstatt ihn hier in diesem Schloss zu behalten und denselben Weg gehen zu lassen wie ich. Aber du kennst ja die Leute aus Nasha ... Es ist fast unmöglich zu sagen, wie sie wirklich sind. Wer weiß schon, ob ein scheinbar harmloser Bürger nicht insgeheim ein gewiefter Betrüger ist?“ „Es wird bald hell. Ich werde mich mal zurückziehen“, sagte Flins, da er erkannte, dass die Antwort, die Nikita suchte, bereits in seinem eigenen Herzen lag. Er stand auf, legte die Briefe zurück auf den Tisch und verließ den Kommandoposten. Und dieses Mal nahm er die Vordertür. Als Illuga, der vor dem Kommandoposten gewartet hatte, jemanden herauskommen sah, fühlte er einen Stich der Verwirrung. Wann war diese Person hineingegangen? War ich am Tor eingenickt und hatte ihn verpasst? Bevor Illuga etwas sagen konnte, ergriff der herannahende Ratnik das Wort. „Rein mit dir. Der alte Mann wartet schon“, sagte er und verschwand dann in der Dunkelheit. Am östlichen Himmel war bereits der Morgenstern aufgegangen. Über dem in Dunkelheit gehüllten Land war das erste Licht der Morgendämmerung im Begriff, zu erscheinen. * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Figurenhintergrund 5 | Illugas Wunsch sollte endlich in Erfüllung gehen: Er wurde Mitglied der Lichthüter. Vielleicht weil Nikita noch nicht so weit war, Kinder direkt aufs Schlachtfeld zu schicken, wurde er der Logistikabteilung zugeteilt. Es dauerte nicht lange, bis Illuga erkannte, dass sich seine Arbeit jetzt nicht wesentlich von dem unterschied, was er vor seinem Eintritt bei den Lichthütern getan hatte. Er hatte überlegt, zu protestieren und darum zu bitten, auf die gefährlichsten Posten versetzt zu werden; nur dort könnten seine Fähigkeiten wirklich auf die Probe gestellt werden. Schließlich blieb er jedoch in der Logistikabteilung und vertraute darauf, dass der alte Mann schon seine Gründe hatte. Zumindest war jetzt eines anders: Er konnte endlich sein Herz für alle öffnen. Vielleicht wollten sie ihn ein wenig fester an sich binden, denn fast alle in Piramida spürten die Wärme seiner Freundlichkeit. Schließlich war er jetzt einer der Lichthüter, da war es doch nur recht und billig, seine Kollegen wie Familienmitglieder zu behandeln, oder? Die Arbeit im Bereich Logistik umfasste zahlreiche Aufgaben: Vorbereitungen für die Versorgung, Organisation von Berichten, Übermittlung von Nachrichten. Bald hatte er jeden großen und kleinen Außenposten der Lichthüter besucht. Es gab keinen Lichthüter in Nod-Krai, der diesen enthusiastischen jungen Mann nicht kannte. Er bemühte sich auch, sich an jeden einzelnen zu erinnern: den strengen Unteroffizier Marushkin, den ruhigen und gelassenen Olav, den stets fröhlichen Ivar, die Rollon-Brüder ... Selbst diejenigen, die er nur einmal getroffen hatte, wurden wie Familienmitglieder behandelt. Seine Aufmerksamkeit hatte er vielleicht von Nikita geerbt. Bei Missionen bereitete er sogar das Lieblingsessen jedes Einzelnen zu. Wenn jemand halb im Scherz erwähnte, dass er sich eine bestimmte Leckerei wünschte, wartete stets eine kleine Überraschung von Illuga auf ihn. Viele, die sich den Ratniki angeschlossen hatten, hatten eine bittere Vergangenheit, und in gewisser Weise war er gekommen, um die Lücken in den Herzen seiner Kollegen zu füllen. Vielleicht begann sich auch die Leere in ihm selbst zu verringern, die langsam durch die Anwesenheit einer „Familie” gefüllt wurde. Diejenigen, um die er sich kümmerte, fragten ihn oft nach seinen Lieblingsspeisen. Vielleicht wollte er nicht, dass andere sich verpflichtet fühlten, sich zu revanchieren, oder vielleicht konnte er selbst keine Antwort darauf geben. So oder so, jedenfalls lenkte er das Gespräch stets elegant auf ein anderes Thema. Trotzdem bereiteten ihm alle zum ersten Jahrestag seines Beitritts zu den Lichthütern eine Überraschung. Jeder brachte sorgfältig ausgewählte Zutaten mit, die in einen Topf geworfen wurden. Sie versammelten sich um das Feuer und verbrachten einen lebhaften, fröhlichen Abend miteinander. Am nächsten Tag erhielt Illuga seine Einberufung in den Ermittlungsgrupp. Es fühlte sich fast wie selbstverständlich an; seine Kameraden vertrauten darauf, dass dieser junge Mann sie in eine glänzende Zukunft führen würde, genauso wie Illuga ihnen vertraute. Und vielleicht war genau das ja von Anfang an die Absicht des alten Mannes gewesen. * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| „Aedon“ | In Nod-Krai haben viele Lebewesen unter dem Einfluss von Kuuvahki einen einzigartigen Evolutionsweg eingeschlagen, der selbst die erfahrensten Reisenden noch in Staunen versetzte. Bestien, die mit schwebenden Hörnern auf knisterndem Donner dahintraben. Früchte, die aus Pflanzenwurzeln sprießen, die hin und herwuseln und sich verstecken. Und sogar riesige Insekten, die es nur in alten Zeiten gab. Im Vergleich dazu schien eine Nachtigall, die ständig in goldenem Licht schimmerte, kaum außergewöhnlich, oder? Illuga war Aedon zum ersten Mal während einer gefährlichen Mission begegnet. Damals war er von seiner Truppe getrennt worden und hatte sich in einem endlosen dunklen Wald verirrt – im Nachhinein darüber nachgedacht, waren es wahrscheinlich von der Wilden Jagd erschaffene Nebel und Trugbilder, denn in Nod-Krai gab es keinen so tiefen Wald. Durch die Dunkelheit rennend folgte er einem winzigen Lichtschein, der ihn aus dem Wald herausführte. Erst als das Mondlicht den Nebel durchdrang, erkannte er die Quelle des Lichts: einen Vogel, so klar wie Kristall. Von da an begleitete ihn die Nachtigall häufig auf seinen Reisen und half ihm bei zahllosen Problemen. Illuga hingegegen richtete – wo immer er auch stationiert war – einen Platz an seiner Tür für ihn ein. Für Illuga war Aedon ein verlässlicher Gefährte. Selbst als er später von Alia erfuhr, dass er einst dem Fackelmacher Solovei gehört hatte, hatte dies kaum Auswirkungen auf ihn. Die Kreaturen unter dem Mond schützen dieses Land, sie sind sogar älter als die Lichthüter. Sie führten ihren endlosen Kampf gegen die Dunkelheit bereits lange bevor die Menschen Nod-Krai betraten. In der Geschichte über Nachtigallen mit Zweigen im Schnabel bestand die Sonne, die die Welt der Sterblichen erhellte, tatsächlich aus unzähligen Vögeln, die brennende Glut in ihren Schnäbeln trugen. Illuga glaubte, dass Aedon eine Nachtigall aus der Geschichte war. Und dass eines Tages auch er genau wie sie wird – ein Vogel unter vielen. * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Göttliches Auge | Illuga stand regungslos vor den Grabstteinen. Erst letzten Monat hatten sie einen brutalen Kampf durchgestanden. Was eigentlich eine Routineuntersuchung sein sollte, hatte sich als Katastrophe erwiesen, als etwas Unvorhergesehenes in einer alten Ruine eine Welle der Wilden Jagd auslöste, die über den nördlichen Teil von Nod-Krai hinwegfegte. Erst nachdem mehrere Trupps eingesetzt worden waren und ein hoher Preis gezahlt wurde, gelang es den Lichthütern schließlich, die Monster zu vernichten. Viele unschuldige Zivilisten verloren in dem Chaos ihr Leben. Illugas Truppe war die erste, die auf die Anomalie traf, und erlitt daher die schwersten Verluste. Truppenführer Olsson opferte sein Leben heldenhaft, um den Rückzug zu decken. Nur Illuga und Ivar überlebten – letzterer wurde von ersterem vom Schlachtfeld geschleppt. Einmal mehr überlebte Illuga eine Katastrophe, die alle um ihn herum das Leben gekostet hatte. Natürlich war er nicht aus Angst vom Schlachtfeld geflohen. Er ließ die Verwundeten zurück, um Verstärkung zu holen, um sie zu retten. Oder belog er sich damit nur selbst? In jener Nacht hörte er aus der Dunkelheit vertraute, unterbrochene Stimmen, als würden sie sich über seine Feigheit lustig machen. Hätten mehr überlebt, wenn er den Rückzug gedeckt hätte? Zumindest wäre Olsson nicht ... Nach der großen Schlacht blockierte Starshyna Nikita jedoch die Kipumaki-Klippe, den Ursprung der Wilden Jagd, und verbot allen, sich zu nähern. Da er seine Zweifel nirgendwo loswerden konnte, blieb Illuga nichts anderes übrig, als zwischen den Gräbern seiner gefallenen Kameraden umherzuirren und nach Antworten zu suchen, die es nicht gab. Doch an diesem Tag war er nicht allein. „Herr Flins? Bist du auch hier, um deinen Respekt zu erweisen?“ Dieser Ratnik, der auf einer einsamen Insel stationiert war, gehörte keiner aktiven Truppe mehr an. Seine Position innerhalb der Lichthüter schien sogar mit der von Nikita zu konkurrieren, und Illuga vermutete, dass auch er eine unausgesprochene Geschichte der Trauer mit sich trug – eine, die ebenso geheimnisumwittert war wie der Mann selbst. „Meine alten Kameraden ruhen an anderen Orten – dieser Ort wurde errichtet, um diejenigen aufzunehmen, die in den letzten zehn Jahren gefallen sind. Der alte Mann bat mich, nachzusehen, ob hier etwas repariert werden muss. Schließlich verbringe ich die meiste Zeit zwischen Gräbern – ich bin so etwas wie ein Experte geworden.“ Nikita hatte ihn auch gebeten, ein Auge auf den melancholischen jungen Illuga zu haben, aber Flins verschwieg diesen Teil. Illuga hatte das Gefühl, dass er seine Sorgen vielleicht mit Flins teilen sollte. Jemand, der ebenso viele Schlachten überstanden hatte wie er, könnte vielleicht seine Zweifel zerstreuen. Doch Illuga konnte seine Sorgen nicht in Worte fassen. Vielleicht brauchte er nur eine Gelegenheit – eine Chance, die Antwort zu bestätigen, die er bereits in seinem Herzen trug. „Herr Flins, was ist deiner Meinung nach für einen Lichthüter unverzeihlicher – Leichtsinn oder Feigheit?“ „Ich fürchte, die Annahme deiner Frage ist falsch. Sich den Lichthütern anzuschließen, ist an sich schon ein Beweis für Mut. Und was für einen Grund hättest du als standhafter, aufrechter Lichthüter, daran zu zweifeln, dass deine Entscheidungen aus einem Gerechtigkeitssinn heraus getroffen wurden?“ Nach seiner Rückkehr vom Friedhof reichte Illuga seinen Antrag ein, das Kommando über den Ermittlungstrupp zu übernehmen. Aufgrund seiner Verletzungen konnte Ivar nicht mehr kämpfen, sodass die Truppe nun faktisch aus Illuga bestand. Anders als bei seinem Antrag, den Lichthütern beizutreten, erhielt er diesmal eine schnelle Antwort. Sein Berufungsschreiben war schwerer als erwartet, und als er es öffnete, fiel ein glänzender Edelstein heraus. Er hatte einen solchen Stein schon einmal in Flins’ Besitz gesehen, aber erst jetzt glaubte er die Geschichten, die ihm einst so unglaubwürdig erschienen waren. Das war in der Tat ein Geschenk der Welt. Der Edelstein lag schwer in seiner Handfläche, ähnlich wie die Verantwortung, die er bald tragen würde. * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |




















13 responses to “Illuga”
Let him cook
we are so back
so his stacks works like Yunjin right? except its an overall damage, also.. im kind of confused how to build this guy.. em/em/em? or em/em/crit? since his dmg scaling isnt bad either.
Well it will mostly come down to what wepon he is useing!
full EM with crossspear for better buffs
some crit with Fav for better team wide ER
or try to get 50 Rate from just substats and run fav anyway
c6 gorou vs c6 Illuga
Def 438 vs 200
CritValue 40 vs 50
20% def stat buff vs 95%em flat buff
Energy cost 80 vs 60 with better uptime
heal vs em buffs
feels very similar
new dude’s bound to be heavier hitter cause not a healer, assuming lunar crystalizing dmg
while Illuga doesn’t enable lunar-crystalized by himself, he increases moonsign count to enable ascendent gleam effects (artifact/weapon/passives)
fashion-wise: Illuga wins
Itto Gorou Illuga and Columbina might work together tho
Geo Lauma ? Fortunately he is only a 4 star character, Zibai is eating good.
finally, a non-pyro dragon bane user
What about Kitain?
Has EM and Energy restoration
if I’m not mistaken, Zibai is set to be a Lunar-Crystallized DPS, and if that is true, then this guy is basically a must-have in her team.
this kit is like Lauma for Nefer but 4 star and also does not trigger lunar dmg
Camellya is that you?