
| Table of Content |
| Stats |
| Skills |
| Skill Ascension |
| Related Items |
| Gallery |
| Sounds |
| Quotes |
| Stories |
Stats
| Lv | HP | Atk | Def | CritRate% | CritDMG% | Bonus CritRate% | Materials | Total Materials |
| 1 | 770 | 11.17 | 70.6 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20 | 1998 | 28.98 | 183.13 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20+ | 2659 | 38.56 | 243.67 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40 | 3978 | 57.7 | 364.61 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40+ | 4447 | 64.5 | 407.62 | 5.0% | 50.0% | 4.8% | ||
| 50 | 5117 | 74.21 | 468.97 | 5.0% | 50.0% | 4.8% | ||
| 50+ | 5742 | 83.28 | 526.32 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 60 | 6419 | 93.09 | 588.3 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 60+ | 6888 | 99.9 | 631.31 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 70 | 7570 | 109.8 | 693.86 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 70+ | 8040 | 116.6 | 736.87 | 5.0% | 50.0% | 14.4% | ||
| 80 | 8730 | 126.61 | 800.13 | 5.0% | 50.0% | 14.4% | ||
| 80+ | 9199 | 133.42 | 843.14 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 90 | 9895 | 143.51 | 906.89 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 90+ | 9895 | 143.51 | 906.89 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 100 | 10598 | 175.79 | 971.35 | 5.0% | 50.0% | 19.2% |
Skills
Active Skils
![]() | Erfassungsprotokoll | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Führt bis zu 3 Pfeilschüsse hintereinander aus. Führt einen Konzentriert die Steinkristalle während des Zielens an der Pfeilspitze, die voll aufgeladen Schießt in der Luft einen Pfeilregen ab, trifft schnell auf dem Boden auf und verursacht dort Flächenschaden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() | Gegenmaßnahme – Lumis Kampfschrei! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Abenteuer mit Lumi! Abhängig von der Art, wie du drückst, führt Lumi unterschiedliche Angriffe aus. Lumi greift im Jetzt zeigen wir ihnen, was wir wirklich draufhaben! Durch wiederholtes Drücken der Elementarfähigkeit oder des Standardangriffs nach dem Anwenden der Elementarfähigkeit füttert Linnea Lumi mit funkelnden Edelsteinen. Die sattgefressene Lumi greift dann im Erhöht bei wiederholtem Drücken der Elementarfähigkeit Linneas Unterbrechungs-WDS. „Jetzt bist du dran, Lumi!“ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() | Notiz – Überlebensratgeber für ausweglose Lagen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Selbst ein Experte unter den Abenteurern braucht mal eine Pause! Linnea ruft Lumi herbei, um im Wenn Lumi beim Anwenden der Spezialfähigkeit bereits im Einsatz ist, wird stattdessen Lumis Dauer zurückgesetzt, ohne ihren Angriffsmodus zu ändern. „Für professionelle Abenteurer gilt: Wichtiger als noch nie dagewesene Entdeckungen ist es, aus einer ausweglosen Situation unversehrt herauszukommen!“ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Passive Skills
![]() | Mondomen-Segen – Lebensraum-Erkundung |
| Wenn eine Figur in der Truppe die Reaktion „Hydro-Kristallisation“ auslöst, wird diese in die Reaktion „Mond-Kristallisation“ umgewandelt, wobei der durch Figuren in der Truppe verursachte Basis-SCH der Reaktion „Mond-Kristallisation“ auf der Grundlage von Linneas VTD erhöht wird: Für je 100 Punkte VTD wird der Basis-SCH der Reaktion „Mond-Kristallisation“ um 0,7 % erhöht. Auf diese Weise kann der Schaden um bis zu 14 % erhöht werden. Erhöht zudem die Stufe vom |
![]() | Notizen der Feldbeobachtung |
| Verringert, wenn Lumi sich auf dem Feld befindet, den |
![]() | Umfassendes Naturkundearchiv |
| Linnea erhöht basierend auf 5 % ihrer VTD die Elementarkunde bestimmter Figuren in der Truppe abhängig von der aktuellen Figur auf dem Feld. Wenn es sich bei der aktuellen Figur um folgende handelt: · Mondomen-Figur: Erhöht die Elementarkunde dieser Figur. · Keine Mondomen-Figur: Erhöht Linneas eigene Elementarkunde. |
![]() | Abenteuerexpertin |
| Verringert, wenn Linnea sich nicht im Kampf befindet, die für einen · Bestimmtes Tier: Der · Erzadern mit zum Schmieden geeignetem Erz: Linnea setzt Lumi ein, um das vom Verringert in diesem Fall den Schaden, den der |
Constellations
![]() | Unvollständige Klassifizierung |
| Verleiht Linnea, wenn die Elementarfähigkeit Außerdem kann Linnea, wenn Lumi im |
![]() | Verkündung von Freude und Leid |
| Erhöht innerhalb von 8 s nach dem Auslösen von „Harmonie der Mondkäfige“ den kritischen Schaden aller Figuren in der Truppe, deren Elementartyp |
![]() | Seite lebhafter Aufzeichnungen |
| Erhöht die Stufe der Elementarfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Instinkt einer Expertin |
| Erhöht innerhalb von 5 s nach dem Auslösen von „Harmonie der Mondkäfige“ die VTD von Linnea und deiner eigenen aktuellen Figur in der Truppe jeweils um 25 %. Wenn Linnea die aktuelle Figur ist, kann die obengenannte VTD-Erhöhung gestapelt werden. |
![]() | Abschiedsgeschenk aus dem Zauberreich |
| Erhöht die Stufe der Spezialfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Traum des goldenen Jagdhundes |
| Verstärkt den Effekt des Sternbilds |
Skill Ascension
Gallery
Sounds
| Title | EN | CN | JP | KR |
| Party Switch | ||||
| Party Switch when teammate is under 30% HP | ||||
| Party Switch under 30% HP | ||||
| Opening Chest | ||||
| Normal Attack | ||||
| Medium Attack | ||||
| Heavy Attack | ||||
| Taking Damage (Low) | ||||
| Taking Damage (High) | ||||
| Battle Skill #1 | ||||
| Battle Skill #3 | ||||
| Sprinting Starts | ||||
| Jumping | ||||
| Climbing | ||||
| Heavy Breathing (Climbing) | ||||
| Open World Gliding (Start) | ||||
| Open World Idle | ||||
| Fainting | ||||
| Idle Performance |
Quotes
Audio Language:
| Title | VoiceOver |
| Schön, dich kennenzulernen ... | |
| Gespräch – Lumi | |
| Gespräch – „Speranza“ | |
| Gespräch – Handbuch | |
| Es hat aufgehört zu regnen ... | |
| Wenn es schneit ... | |
| Wenn es windig ist ... | |
| In der Wüste ... | |
| Guten Morgen. | |
| Guten Tag. | |
| Guten Abend. | |
| Gute Nacht. | |
| Über Linnea – Verfolgen und Warten | |
| Über Linnea – Kindheit | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über uns – Erlebnisse | |
| Über uns – Teilen | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Über das Mondrad ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Willst du mir etwas mitteilen? | |
| Interessante Vorkommnisse ... | |
| Über Aino ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Ineffa ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Lauma ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Flins ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Nefer ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Illuga ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Sandrone ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Vodyanitsa ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Linnea erfahren I | |
| Ich will mehr über Linnea erfahren II | * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Ich will mehr über Linnea erfahren III | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Linnea erfahren IV | * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Ich will mehr über Linnea erfahren V | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Linneas Hobbys ... | |
| Linneas Sorgen ... | |
| Was sie so mag ... | |
| Was sie nicht mag ... | |
| Geschenk erhalten I | |
| Geschenk erhalten II | |
| Geschenk erhalten III | |
| Dein Geburtstag ... | |
| Gedanken über den Aufstieg – Beginn | * Ab Aufstiegsstufe 1 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Fortschritt | * Ab Aufstiegsstufe 2 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Höhepunkt | * Ab Aufstiegsstufe 4 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Ende | * Ab Aufstiegsstufe 6 verfügbar |
| Elementarfähigkeit I | |
| Elementarfähigkeit II | |
| Elementarfähigkeit III | |
| Elementarfähigkeit IV | |
| Elementarfähigkeit – V | |
| Elementarfähigkeit VI | |
| Spezialfähigkeit I | |
| Spezialfähigkeit II | |
| Spezialfähigkeit III | |
| Truhe öffnen I | |
| Truhe öffnen II | |
| Truhe öffnen III | |
| Niedrige LP I | |
| Niedrige LP II | |
| Niedrige LP III | |
| Verbündeter hat niedrige LP I | |
| Verbündeter hat niedrige LP II | |
| Ohnmächtig I | |
| Ohnmächtig II | |
| Ohnmächtig III | |
| Leichten Treffer erlitten I | |
| Leichten Treffer erlitten II | |
| Schweren Treffer erlitten I | |
| Schweren Treffer erlitten II | |
| Truppenbeitritt I | |
| Truppenbeitritt II | |
| Truppenbeitritt III |
Stories
| Title | Text |
| Figurendetails | Unter den vielen Beratern der Abenteurergilde sticht Linnea zweifellos am meisten heraus. Aber obwohl sie den Titel „Beraterin“ trägt, ist sie eher nicht der Typ, der am Schreibtisch Akten wälzt, sondern vielmehr eine Wanderin auf der Reise. Für sie steht fest: Nur wenn sie sich selbst in die Wildnis wagt, wenn sie das Land mit ihren eigenen Füßen durchquert und die ganzen Wunder mit eigenen Augen sieht, erst dann kann sie so richtig den Puls der Welt spüren. Diese Besessenheit von der Feldforschung schärfte ihre Fähigkeiten zum Überleben in der Wildnis enorm. Sie kann über hundert Pflanzenarten und ihre feinen Unterschiede in verschiedenen Jahreszeiten erkennen. Außerdem kann sie über Fußspuren im Schlamm und Gerüche im Wind die Spur seltener Tiere aufnehmen. Solche Informationen sind für Abenteurer in kritischen Momenten oft die letzten Rettungsanker, sodass ihr Rat stets als äußerst professionell und verlässlich geschätzt wird. All diese Erlebnisse hält sie in dem dicken Handbuch fest, das sie stets bei sich trägt – von den Wachstumsmustern der Muscheln bis zu den Zugrouten der Vögel, von den Leuchtorganen der Tiefseefische bis zu den Anpassungsmechanismen der Hochgebirgspflanzen ... Jede Seite ist mit feinen handgezeichneten Illustrationen und ausführlichen Anmerkungen versehen, die eine atemberaubende Beobachtungsgabe und Geduld erkennen lassen. Und auf ihren Erkundungsreisen ist auch Lumi immer an ihrer Seite. Dieser besondere Jack Frost schwebt gern um ihre Schultern herum und teilt mit den verschiedensten „Ja-ho“-Rufen seine Sichtweisen auf die Dinge. Wann immer sie ein Feldforschungsprojekt abschließt, kehrt Linnea ins Speranza zurück, legt ihre schmutzige Arbeitskleidung ab und verwandelt sich in eine Lehrerin für die Kinder. Mit ihnen teilt sie die Geschichten und das Wissen, das sie in der Wildnis gesammelt hat, ohne auch nur irgendetwas auszulassen. „Die Welt selbst ist eine großartige Bibliothek. Willst du lernen, ihre Geschichten zu lesen? Dann schnapp dir deinen Rucksack und komm mit! Oder ... setz dich vielleicht erst mal ruhig hin und schließ diese Lektion ab?“ Diese Mischung aus rationaler Strenge und lebhafter Herzlichkeit macht sie sowohl in der Abenteurergilde als auch in Nasha zu einer äußerst beliebten Person. Doch Linnea hat das nie als Anlass genommen, sich zurückzulehnen: Wo auch immer sie ist, trägt sie stets ihr dickes Handbuch bei sich und schreitet, begleitet von Lumis ununterbrochenem „Ja-ho“, entschlossen dem nächsten unbekannten Abenteuer entgegen. |
| Figurenhintergrund 1 | Linneas früheste Erinnerung ist die große Hand ihres Vaters, mit der er sie immer festhielt, und das Rauschen der Wellen. Damals war sie noch sehr klein. So klein, dass sie nicht einmal ihren eigenen Namen richtig aussprechen konnte. Dennoch konnte sie bereits viele Fisch- und Vogelarten erkennen, was vielleicht auch daran lag, dass ihr Vater sie ohne müde zu werden lehrte. Vielleicht war sie aber auch einfach ein Naturtalent. Am Morgen hob sie ihr Vater oft hoch, setzte sie auf seine Schultern und ging mit ihr ans Meer, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Die Meeresbrise wehte dann immer durch ihr feines Haar, und die Morgensonne lies die Meeresoberfläche golden funkeln. In ihren jungen, kleinen Augen erschien die Welt riesig, aber gleichzeitig sehr sanft. „Schau, Lili, das ist ein Frostflossenwal“, deutete ihr Vater auf das golden schimmernde Meer in der Ferne. „Sie lieben es, mit Schiffen um die Wette zu schwimmen. Wenn sie aus dem Wasser springen und wieder eintauchen, wirbeln sie riesige Wellen auf.“ „Rie... Riesige Wellen!“, wiederholte Linnea ganz aufgeregt und zeigte mit ihrem kleinen Finger ebenfalls in die Ferne. „Und das ist ein Ibis“, fuhr ihr Vater fort und zeigte in eine andere Richtung. „Siehst du die aufgeblähte Stelle an ihrem Hals? Das ist ein Kehlsack. Er kann viel Nahrung aufnehmen, so wie ein Eichhörnchen Nüsse in einer Baumhöhle versteckt. Erinnerst du dich noch an das Eichhörnchen, von dem Papa dir erzählt hat?“ Linnea legte ihren Kopf leicht zur Seite und nickte, ohne wirklich zu verstehen. Damals wusste sie noch nicht, dass diese scheinbar beiläufigen Gespräche tatsächlich die Art ihres Vaters waren, ihr die Welt näherzubringen. Ihre Mutter hingegen war nicht so gesprächig wie ihr Vater, aber auch ihre Fürsorge zeigte sich in jedem Detail – die Kleidung der kleinen Linnea war immer sauber und ordentlich, Löcher in den Socken wurden stets sorgfältig gestopft, und auf dem Tisch stand oft ihr liebster Honigkuchen. Als sie sich einmal über ihre zwei immer widerspenstiger abstehenden Haarsträhnen ärgerte, blieb das von ihrer Mutter nicht unbemerkt – und schon am nächsten Tag überreichte sie ihr eine mit viel Liebe genähte kleine Kappe. „Kleine Mädchen achten nun mal auf ihr Aussehen, das ist ganz normal. Schau mal, Lili, gefällt sie dir?“ Der Stoff war schön weich und mit niedlichen Mustern verziert, und die Seiten verdeckten genau die abstehenden Härchen. Im Spiegel war ein Mädchen mit einer hübschen Kappe zu sehen, das sich nicht von anderen Kindern unterschied. „Ja, ich mag sie! Wenn ich sie trage, werden die anderen Kinder mich nicht mehr auslachen!“ * Ab Freundschaftsstufe 2 verfügbar |
| Figurenhintergrund 2 | Linneas zwei abstehende Haarsträhnen nahmen schließlich die Form eines kleinen Flügelpaars an. Auf ihrer Haut bildeten sich winzige Kristalle, die im Sonnenlicht schimmerten. Und hin und wieder hörte sie ein leises Lied – kaum wahrnehmbar: „Geh, Kind der Feen. Mach dich auf zu den Dörfern und Städten und suche die Nähe der Menschen. Die Welt der Feen ist voller Leid, das du nicht verstehst ...“ All das erinnerte sie unweigerlich an die Legende vom „Wechselbalg“ aus jenem alten Buch. War sie etwa eine Art seltsames Wesen, von Feen zurückgelassen, um ein Menschenkind zu ersetzen? „Bin ich ... wirklich eine Fee? Was werden Mama und Papa von mir denken? Werden sie mich ... wegjagen?“ In ihr wuchs die Angst wie Unkraut. Sie begann, nun ständig ihre Kappe zu tragen und langärmelige Kleidung anzuziehen, um ihre unmenschlichen Merkmale zu verbergen. Doch wie lange würde sie diese Tarnung schon aufrechterhalten können? Nachdem sie viele Tage mit sich gerungen hatte, fasste sie endlich den Mut, sich zu öffnen. Mit zitternden Händen nahm sie ihre Kappe ab und zeigte ihren Eltern das Flügelpaar, und weihte sie in jene grausame Vermutung über den „Wechselbalg“ ein. Sie war darauf vorbereitet, nun fortgejagt zu werden, und schloss in Erwartung des Urteils gar ihre Augen. Doch die erwarteten Vorwürfe blieben aus – allerdings ebenso eine tröstende Umarmung, mit der sie ebenfalls gerechnet hatte ... Einzig eine lange, ratlose Stille machte sich breit. In den darauffolgenden Tagen schien es, als wäre zu Hause irgendein seltsamer Schalter umgelegt worden. Ihre Eltern sprachen nie wieder über jenen Abend. Sie stürzten sich nur umso mehr in ihre Arbeit, gingen früh und kamen spät zurück. Obwohl Linnea sie weiterhin Mama und Papa nannte, war ihr in ihrem Inneren bewusst, dass ihre Eltern nun nur noch ihre Pflegeeltern waren. Die einst so selbstverständliche Vertrautheit begann langsam abzuklingen und an ihre Stelle trat eine höfliche, distanzierte Art der „Fürsorge“. Auch lernte sie nun, Stimmungen wahrzunehmen: Die feinen Schwankungen in der Tonlage während eines Gesprächs, die Kraft, mit der eine Tür geschlossen wurde, die sich immer länger ziehenden Momente des Schweigens am Esstisch – all die dahinterliegenden Gefühlsregungen nahm sie feinfühlig auf. Sie war noch immer die Tochter in dieser Familie, in diesem Haus, fühlte sich aber mehr und mehr wie ein Gast, um den man sich schließlich gut kümmern muss. Die Tage schienen zu vergehen wie immer, und dennoch: Sie vergingen in einer Art lautlosem Verfall. Dieses fragile Gleichgewicht konnte nicht lange Bestand haben. Kurz darauf erkrankte ihre Pflegemutter schwer. Als sie schon an der Schwelle zwischen Leben und Tod stand, überkam sie die Sehnsucht nach ihrem leiblichen Kind. Nach ihrer Genesung wurde die Pflegemutter schweigsam. Da der Pflegevater sah, wie seine Frau von Tag zu Tag mehr in sich zusammensackte, traf er schließlich eine Entscheidung. Eines Morgens drückte ihr Pflegevater Linnea einen schweren Beutel Mora in die Hand. Es waren alle Ersparnisse, die sie aufbringen konnten. Zugleich handelte es sich um eine schwergewichtige Abfindung namens „Schuldgefühl“. „Deine Mutter ist zwar wieder genesen, aber wir haben in letzter Zeit viel nachgedacht. Dein Vater und deine Mutter werden alt. Außerdem ging es uns in den letzten Jahren gesundheitlich nicht besonders ...“ „Es tut uns leid, Lili ... Wir möchten noch zu unseren Lebzeiten in den Norden reisen, um nach unserer leiblichen Tochter zu suchen.“ „... Das hier ist für den Notfall. Und wir haben auch schon mit dem Inhaber vom Speranza gesprochen. Die Kinder dort werden sich um dich kümmern.“ Und dann, ohne viele Umschweife, wurde Linnea an diesem Morgen von ihren Pflegeeltern verlassen. Man kann nicht sagen, dass sie sie nicht geliebt hätten. Doch konfrontiert mit dem fernen Ruf der Blutsbande und der Last des Lebens hatte sich ihre Liebe als zu zerbrechlich herausgestellt. Linnea blickte auf den Geldbeutel in ihrer Hand und die Kappe, die ihre Mutter ihr hinterlassen hatte. Von jenem Tag an hatte sie keine Familie, ja kein Zuhause mehr. * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Figurenhintergrund 3 | Im Speranza muss sich jedes Kind durch die eigene Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen. Tagsüber arbeiten alle zusammen im Restaurant „Speranza“. Ein paar Kinder, die noch nicht einmal über den Kassentresen schauen können, schaffen es mit vereinten Kräften, Gäste zu empfangen, Bestellungen aufzunehmen, Gerichte zu kochen und das Essen zu servieren. Die Zeit am Abend gehört aber ihnen selbst. Die Kinder sitzen dann am langen Tisch beisammen und teilen leckere Mitarbeitermahlzeiten sowie Geschichten aus ihrem Alltag. „Heute ist ein riesiges Schiff an der Anlegestelle angekommen!“ „Ich habe gesehen, wie jemand Porzellan aus Liyue verkauft hat. Das sah so schön aus!“ Linnea war immer die Beliebteste. Sie erzählte von der Wanderung der Zugvögel, dem Gesang der Wale und den Jahresringen der Bäume. Von leuchtenden Pilzen bis hin zu Erzen, die die Farbe wechseln können, von sanftmütigen, riesigen Kreaturen bis zu wilden, flinken kleinen Fischen – und manchmal verknüpfte sie all das zu kurzen, lustigen Geschichten. Damals waren Mikko und Maisie noch sehr klein. Sie waren so gebannt von Linneas Geschichten, dass sie kaum etwas gegessen hatten, als das Essen schon längst kalt geworden war. Daher hatte Katya wohl oder übel eine Regel aufstellen müssen: Beim Essen wird nicht getuschelt, und reden darf man frühestens beim Nachtisch. Allmählich kamen die Kinder zu einer seltsamen, stillschweigenden Übereinkunft: Zur Abendessenszeit hörte man am Tisch nur das Klirren von Messer und Gabel auf den Tellern, doch alle beobachteten heimlich Katyas Bewegungen. Und dann, sobald Katya endlich aufstand und das Messer nahm, um die Mittsommertorte anzuschneiden, gab es am Tisch kein Halten mehr. „Was ist das denn für ein Gestein, das seine Farbe wechseln kann?“ „Beißen die wilden Fischlein eigentlich?“ Und unter all diesen unzähligen Fragen war immer wieder eine zu hören, die besonders die Neuankömmlinge gerne stellten: „Linnea, wie bist du eigentlich zur Anführerin der Meeresschnecken-Bande geworden?“ Und wann immer diese Frage durch den Raum hallte, riefen die älteren Kinder mit ernster Miene: „Weil ... sie eine echte ‚Vogelflüsterin‘ ist.“ Diese Geschichte geht zurück auf eine stürmische Regennacht, kurz nachdem Linnea hier angekommen war. Ein völlig durchnässtes, furchterregend kreischendes „Monster“ platzte in das Restaurant. Die Kinder, die sich sonst für besonders mutig hielten, wollten es mit Besen und Nudelhölzern vertreiben, wichen jedoch vor den scharfen Krallen verängstigt Schritt für Schritt zurück. Als alle in Panik gerieten, bahnte sich Linnea einen Weg durch die Menge. „Keine Angst, das ist ein Kronenadler. Die tauchen normalerweise nicht in Nasha auf. Ich vermute, er hat sich verirrt und ist einfach nur verängstigt.“ Unter dem ungläubigen Blicken der Kinder legte Linnea vorsichtig ein kleines Stück gekühltes rohes Fleisch neben seine Krallen. Einige Minuten später hörte der Regen auf, und der ruhig gewordene Kronenadler flog davon, ohne jemandem Schaden zuzufügen. „Das Kreischen war zwar als Warnung zu verstehen, aber eigentlich hat er nur rufen wollen: ‚Hilfe, ich habe solche Angst, kommt bloß nicht näher!‘ In so einer Situation müssen wir nur einen sicheren Abstand wahren und ihm zeigen, dass wir nichts Böses im Sinn haben.“ „Waah ... Du kannst also sogar Vögel verstehen?“ „Hehe, das liegt daran“, begann Linnea zu erklären, wobei sie lässig ihre Kappe abnahm und auf die kleinen Flügel auf ihrem Kopf zeigte, „dass ich kein Mensch bin!“ Am Tisch kehrte eine vertraute Stille ein. Doch diesmal wurde sie ziemlich schnell von Jubelrufen übertönt. Die Kinder scharten sich um sie, in ihren Augen war nur Staunen und Bewunderung zu sehen. „Boah! Sind das etwa Flügel? Wie schön ... Darf ich sie mal anfassen?“ „Ich hab’s doch gesagt: Nur Leute mit Flügeln können die Vögel verstehen!“ „Werd’ doch unser Boss! Du wirst bestimmt der besonderste Boss in der Geschichte der Meeresschnecken-Bande sein!“ Auch wenn sie den vertrauten Duft des Honigkuchens nie wieder riechen würde, reichte die Süße der Mittsommertorte aus, um ihr einsames kleines Herz zu umhüllen. Und so kam es, dass das Speranza und die Meeresschnecken-Bande von diesem Moment an Linneas Zuhause und ihre Familie waren. * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Figurenhintergrund 4 | In der Meeresschnecken-Bande ist „Erwachsenwerden“ eine unsichtbare, aber harte Grenze. „Auch wenn man die Meeresschnecken-Bande verlassen muss, sobald man erwachsen ist, aber ... aber es gibt doch keine Regel, dass man nicht im Speranza bleiben darf ...“, schluchzte der sonst so ruhige kleine Jurva mit Tränen in den Augen. „Ich weiß“, unterbrach ihn Linnea lächelnd. „Das Speranza ist für immer mein Zuhause. Ich werde oft zurückkommen und nach euch sehen.“ Die Kinder legten ihr feierlich die Meeresschnecke in die Hände – ein Symbol für das Recht zu sprechen und bedingungslose Unterstützung. Obwohl es ihr schwerfiel, sich zu trennen, wusste Linnea genau: Ein Gewächshaus schützt zwar vor Wind und Regen, versperrt aber auch den Blick auf das Sternenmeer. Sie verstaute die Meeresschnecke, als würde sie das letzte Echo ihrer Kindheit aufbewahren, und machte sich auf ins weite, weite Teyvat. Sie wollte Naturforscherin werden und diese weite Welt mit eigenen Augen sehen. Obwohl Linneas Schritte entschlossen waren und ihr theoretisches Wissen solide genug, führte die Kluft zwischen den Büchern und der Realität zu einigen gefährlichen, aber auch komischen Situationen gleich zu Beginn ihrer Reise. Sie folgte den Richtungsanweisungen einer alten Karte, um eine Wasserquelle zu finden, doch musste feststellen, dass diese durch geologische Veränderungen längst zu einer ausgetrockneten Wüste geworden war. Zum Glück hatte sie die Gewohnheit, für ihre Pflanzenforschung Wildfrüchte zu sammeln, was ihr in dieser Notlage das Leben rettete. Ein anderes Mal durchstreifte sie wiederholt das Sandmeer, um zu testen, wie weit Wenut seine Beute wahrnehmen konnte, in der Hoffnung, möglichst genaue Zahlen zu erhalten. Doch in ihrem Bestreben, weder sich selbst noch dem Wenut Schaden zuzufügen, verbrachte sie letztlich einen Großteil ihrer Zeit damit, gemeinsam mit Lumi durch den aufgewirbelten gelben Sand zu fliehen ... In ihrem Handbuch gibt es neben Beobachtungsaufzeichnungen nun auch viele „Lektionen zur Erinnerung“: „Kartenmaterial, das älter als fünf Jahre ist, sollte nicht als gültige Referenz betrachtet werden“, „Allgemeine Beschreibungen zum Verhalten wilder Tiere gelten standardmäßig nur außerhalb der Paarungszeit, sofern nicht anders vermerkt“, „Die Wahrscheinlichkeit, von einer schwebenden Hydro-Pilzbestie getötet zu werden, ist sehr gering, aber definitiv nicht null“ ... Sie wurde immer versierter und ihr Handbuch immer dicker. Sie korrigierte Informationen aus alten Handbüchern und fügte neue Einträge hinzu, zu denen noch nie etwas dokumentiert worden war ... Jede Seite enthielt wertvolle Daten, die sie unter Einsatz ihres Lebens gesammelt hatte. Dabei faszinierten Linnea besonders all die seltsamen, undefinierten Kreaturen dieser Welt. Für sie war jedes Lebewesen, das von der „Norm“ abwich, eines der schönsten Wunder der Natur. Und die Melusinen waren eine der faszinierendsten Spezies, die sie je gesehen hatte. Linnea hatte in ihrem Handbuch dutzende leere Seiten für das Volk der Melusinen reserviert. Sie hatte einen Monat lang in der Nähe des Dorfes Mérusea ausgeharrt und trotz ihres Unbehagens gegenüber mechanischen Kreaturen einige feine Maschinenteile gesammelt, die sie als Gastgeschenk im Gegenzug für ihre Bitte, im Dorf Mérusea wohnen zu dürfen, mitbringen wollte. Doch als sie den Melusinen dann tatsächlich gegenüberstand, schienen alle gut vorbereiteten Höflichkeitsfloskeln wie weggeblasen. „Darf ich dich anfassen? Nein, nein, nein, wie schwimmt ihr eigentlich? Wie ist euer Körper aufgebaut?“ Die Melusine wurde von dieser plötzlichen Begeisterung verschreckt und lief davon. Jedes Mal, wenn sie danach eine Melusine sah, lächelte sie aufgeregt und stammelte einige seltsame Dinge. Dieses Verhalten erregte die Aufmerksamkeit der Dorfvorsteherin Serene. Als sie wieder merkte, was eigentlich passierte, war sie fast schon auf dem Weg nach Fort Méropide. Als die Garde-Mecha sie fragten, ob sie etwas zu ihrer Verteidigung zu sagen hätte, war Linnea so nervös, dass sie kein Wort herausbrachte. Zum Glück entdeckte die kleine Detektivin Sedile mit ihrem scharfen Spürsinn die sorgfältig vorbereiteten Geschenke und die ausführlichen Beobachtungsnotizen in Linneas Tasche, woraus sie folgerte, dass keine bösen Absichten bestanden. So konnte dieses Missverständnis ausgeräumt werden. Nachdem die Garde-Mecha gegangen waren, atmete Linnea erleichtert auf. Dann schrieb sie feierlich die „Lektion“, die sie aus diesem Missverständnis gelernt hatte, in ihr Handbuch: „Melusinen sind wirklich zuckersüß!!!“ * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Figurenhintergrund 5 | Anfangs war es nur eine vage Intuition. „Frau Lehrerin Linnea, woher wussten Sie, dass ich das fragen wollte?“ „Ahaha ... vielleicht ist es ja Erfahrung?“ Sie lachte verlegen, während sie ein Gefühl der Unruhe überkam. Erst während des „Wettkampfs der Geistergesandten“, als Linnea zum ersten Mal diesen Prophezeiungstraum hatte, erfuhr sie endlich die Wahrheit: Sie stammt vom Volk der Wahrsagevögel, einer Art von Feen, die ein Schicksal vorhersehen können, das man nicht ändern kann. „Wir sagen sowohl Unheil als auch Freude voraus, während wir auf die vergangene Morgendämmerung und die zukünftige Nacht blicken. Andere fürchten und verehren unsere Macht, während wir allein unser Schicksal verabscheuen.“ Für Außenstehende ist dies ein wertvolles Talent. Doch für die Wahrsagevögel selbst gleicht diese Fertigkeit eher einem Fluch. Es war ihre Schwester Celaeno, die Linnea die Wahrheit verriet. Lange Zeit hatte sie allein in der Eiswüste die Last jener Prophezeiung getragen. Aber mit der unbeschwert aufgewachsenen Linnea wiedervereint, empfand sie unweigerlich Bitterkeit. Sie glaubte, dass ihre Schwester eines Tages den Preis des Erwachsenwerdens erfahren müsse. Doch Linnea verfiel nicht in die Verzweiflung, mit der ihre Schwester gerechnet hatte. Obwohl sie Angst vor der bereits feststehenden Zukunft hatte, gab sie eine Antwort, die ihre Schwester tief berührte. „Das Ziel mag feststehen, aber es führen viele Wege dorthin.“ Das Leben sollte in jedem einzelnen Augenblick gelebt werden, nicht im Ersehnen eines fernen Tages. Das Schicksal lässt sich nicht ändern. Doch ebenso unveränderlich ist die Liebe der leiblichen Eltern und das Band, das Schwestern auf ewig verbindet. Leider kam der Moment des Abschieds früher als erhofft. Am Morgen nach dem Ende des Wettkampfs hallte bereits das Horn der Schiffs für die Rückreise über die Anlegestelle. Als Celaeno sich gerade anschickte, an Bord zu gehen, erklangen hinter ihr hastige Schritte und Rufe. „Schwester ... warte!“ Weil sie so schnell gelaufen war, standen die kleinen Flügel auf Linneas Kopf ganz zerzaust ab. Der große Stapel Pakete in ihren Armen drohte, jeden Moment herunterzufallen. „Hm? Haben wir uns nicht schon nach dem Wettkampf verabschiedet?“ „Hihihi. Gestern war gestern, aber heute wollte ich dich noch einmal sehen! Zum Glück habe ich es geschafft. Das hier, das hier und auch das hier musst du alles mitnehmen!“ Linnea drückte Celaeno, die noch gar nicht wusste, wie ihr geschah, eifrig alle Pakete in die Arme. „Das ist für unsere Eltern, das ist für dich, Schwester ... Und diese hier, kannst du die bitte meinen Pflegeeltern und ihrer Tochter bringen?“ „Das ist doch viel zu viel, oder?“ Celaeno wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte, als sie auf den Berg von Geschenken blickte, der fast ihre Sicht versperrte. „Hast du etwa ganz Nasha leergeräumt?“ „Das ist überhaupt nicht zu viel!“ Linnea half ihr gewissenhaft dabei, die oberste Schachtel geradezurücken. „Ich habe noch Geschenke aus so vielen Jahren nachzuholen! Und ... Wenn wir die Zeit nicht miteinander verbringen können, soll dich wenigstens mein Herz auf dem Rückweg begleiten.“ Das Schiffshorn ertönte erneut und drängte zum Abschied. Erst als Linneas Gestalt am Ufer immer kleiner wurde, wandte Celaeno den Blick ab. Sie öffnete den noch unversiegelten Brief, der zwischen den Paketen steckte. „Meine liebe Schwester, hast du nicht erst gesagt, ich soll dir schreiben, wenn ich dich vermisse? Also habe ich genau das sofort getan. Es ist wirklich schade, dass du so eilig aufbrechen musstest. Sonst hätte ich dir gerne Nod-Krai gezeigt. Ich hätte dich zum Beispiel mitgenommen, um dir die Nachtschattenblume zu zeigen ... Ich mag diese Blume wirklich sehr. Sie hat ein blaues und ein rosa Blütenblatt, genau wie du und ich, hihi. Und ich hatte noch etwas geplant. Eigentlich wollte ich dich auch unbedingt zur Krumkake-Werkstatt Kling-Klang mitnehmen. Dort gibt es viele spaßige Dinge. Allerdings zittere ich jedes Mal am ganzen Körper, wenn ich nur in die Nähe komme ... Vielleicht würdest du dich ja genauso erschrecken wie ich! Schließlich sind wir zwei ja Schwestern, nicht wahr? Ich wünschte wirklich, du wärst etwas länger geblieben. Aber ist auch nicht so schlimm, wir haben später noch viel Zeit. Wir werden einander in vielen Momenten des Lebens begleiten. In deinen Visionen komme ich doch bestimmt auch vor, oder? Wir sind beide Töchter der Wahrsagevögel. Das Gewicht der Prophezeiung auf unseren Schultern ist schon etwas schwer. Ab heute können wir es teilen, Schwester.“ Celaeno faltete den Brief zusammen, lehnte sich an das Geländer und hob den Kopf. Hoch am blauen Himmel kreisten unablässig die Seevögel, die vom Klang des Schiffshorns angelockt wurden. * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Der goldene Jagdhund | Das war kein gewöhnliches Schiff, sondern Linneas Traum, eine Naturforscherin zu werden. Nach ihrer Vorstellung sollte das Schiff einen robusten Eisbrecherkiel haben, der noch das härteste Treibeis durchbrechen kann. Es sollte einen geräumigen Lagerraum für Proben haben, in dem alle seltenen Blumen und Pflanzen Platz finden würden, die sie auf dem Kontinent Teyvat sammeln sollte. Außerdem sollte es einen speziellen Lagerraum für verschiedene Erze geben, natürlich mit extra Behältern, um zu verhindern, dass Lumi sie stibitzt. Und warum nun ausgerechnet der Name „Der goldene Jagdhund“? Nun, Linneas Erklärung lautete: „Wie ein treuer, mutiger Jagdhund, der stets wachsam und neugierig auf die Welt blickt.“ Doch in ihrer „Vorahnung“ sah sie das Ende dieses Schiffes klar vor sich: Es kehrte nicht ruhmbeladen zurück, sondern fiel den Flammen zum Opfer und versank im Meer. Sie sah ihr geliebtes Handbuch in Einzelteile zerfleddert überall verstreut herumliegen, und Lumi hilflos und verwirrt, die Mannschaft verzweifelt schluchzend. Wenn ein halbes Leben am Ende doch nur in einem Schiffbruch enden sollte, welchen Sinn hatte es dann überhaupt, abzulegen? Linnea war fest davon überzeugt, dass dieses Schiff vor seinem Untergang Wellen aufwirbeln würde, die noch nie jemand befahren hatte. Es würde zu Inseln segeln, über denen noch keine Möwe gesungen hatte. Und es würde das Lachen und Staunen von ihr und Lumi und vielen Freunden mit sich tragen. Das Wrack des Schiffes, das noch sinken sollte, war ein Produkt des Schicksals. Doch das Schiff, das jetzt nur auf dem Bauplan existierte und für das Linnea Stück für Stück Geld sparte, war der Beweis für „Mut“. Also verschwendete Linnea keine Zeit mehr damit, eine Zukunft zu betrauern, die ohnehin zum Scheitern verurteilt war. Sie begann, Missionen der Abenteurergilde noch proaktiver anzunehmen. Dabei war jeder einzelne Auftrag nicht nur Arbeit, sondern auch eine Gelegenheit, Informationen zu sammeln, Erfahrungen zu machen und finanzielle Mittel aufzutreiben. Manchmal wälzte sich Lumi auf den Bauplänen hin und her, sabberte dabei sogar auf den Namen „Der goldene Jagdhund“. Vielleicht dachte sie ja, dass alles mit „Gold“ im Namen besonders lecker schmecken müsse? Immer wenn das passierte, klopfte Linnea sanft auf seinen Kopf und sagt lächelnd: „Keine Eile, Lumi. Sobald das Schiff fertig ist, werden wir damit ans Ende der Welt fahren. Du wirst unzählige wunderschöne Erze sehen und vielleicht sogar deine Artgenossen finden! Ja, wir werden ganz bestimmt in See stechen. Selbst wenn wir am Ende zurückschwimmen müssen ... Aber bis dahin werden wir die schönsten aller Landschaften sehen.“ In eine Ecke des Bauplans, auf dem das große Schiff abgebildet war, schrieb Linnea eine Zeile in winziger Schrift – das war sowohl eine Botschaft an den zukünftigen Kapitän als auch eine Kampfansage an das Schicksal: „Volle Kraft voraus, Goldener Jagdhund! Ich werde mit dir an viele, viele Orte reisen und das großartige Handbuch vollenden. Wenn wir eines Tages nicht mehr weiterkönnen, überlassen wir es den Nachkommen, es weiterzuschreiben.“ * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Mondrad | Linnea drehte einen unscheinbaren grauen Gesteinsbrocken in ihren Händen hin und her. Den wertvollen Fund hatte sie während einer mühseligen Feldforschungsmission in einer uralten Ruine auf dem Meeresboden gemacht. Ihrer Erfahrung nach sollte sich unter der rauen Steinhülle sehr wahrscheinlich ein antikes Fossil verbergen. Um die Struktur des Fossils nicht zu beschädigen, wischte sie geduldig mit einem Pinsel Stück für Stück den Staub ab, der es bedeckte. Genau in diesem entscheidenden Moment, als das Fossil schon sein wahres Gesicht zeigen wollte, streckte sich plötzlich eine kleine, pummelige Hand in ihr Blickfeld. „Ja-ho!“ Schon die ganze Zeit am Rand des Tisches liegend und bereits völlig von diesem uralt anmutenden Stein verzückt, konnte Lumi schließlich nicht mehr an sich halten. Blitzschnell schnappte sie sich den „köstlichen Snack“, warf den Kopf in den Nacken, öffnete ihren Mund und schluckte den Stein mit einem lauten *gulp* runter. Linnea erstarrte förmlich mitten in ihrer Bewegung. Dann brach ein Schrei aus ihr hervor, der so laut war, dass er gut und gerne das Dach abheben hätte können. „Lumi ...!!! Spuck das aus! Das kann man nicht essen! Auf dem ganzen Meeresboden gibt es diesen Stein nur ein einziges Mal!“ Und dann nahm eine „Rettungsaktion“ ihren Lauf, bei der man nicht gewusst hätte, ob man lachen oder weinen sollte, wäre man dabei gewesen: Linnea musste Lumi wie ein umgedrehtes Sparschwein halten und kräftig schütteln. Dann, mit einem leisen *plopp*, spuckte Lumi den Stein schließlich widerwillig aus, sodass er auf den Tisch rollte. Aber was daraufhin geschah, kam völlig unerwartet. Die graue, äußere Steinschicht löste sich zusammen mit den versteinerten Mustern, während der Stein über den Tisch rollte, Schicht für Schicht ab und enthüllte etwas, das die ganze Zeit tief in seinem Inneren geschlummert hatte. Es war kein gewöhnliches Fossil, sondern ein kristallklarer Edelstein, der augenblicklich erstrahlte. Er lag ruhig inmitten eines Haufens von Bruchstücken und sandte ein sanftes, tiefes, goldbraunes Leuchten aus, wie Bernstein, der Jahrmillionen lang in den Tiefen der Erde geschlummert hatte. Die Zeit war in ihm erstarrt, und mit ihr alle Absurditäten und Wunder dieser Welt. Ein seltsames Gefühl eines Déjà-vus überkam Linnea. In diesem Moment schien ihre vage „Vorahnung“ mit der Realität zu verschmelzen. Sie spürte mit absoluter Gewissheit, dass dieser Kristall, der von warmem Licht durchströmt wurde, schon immer ihr gehört hatte. Er hatte nur in Vorbereitung auf diesen Augenblick der Begegnung einen kurzen Schlummer inmitten des Stroms der Zeit gehalten. Dieses schicksalhafte Gefühl der Benommenheit hielt aber nur einen kurzen Augenblick an. Sie kam schnell wieder zu sich und blickte instinktiv zu Lumi, innerlich schon bereit für die nächste „Rettungsaktion“. Schließlich war dieser nun noch mehr glänzende Stein für die gefräßige Kleine zweifellos auch noch verlockender geworden. Aber überraschenderweise stürzte sich Lumi diesmal nicht darauf. Stattdessen lag sie einfach am Tischrand und starrte mit ihren großen Augen unverwandt auf das „Mondrad“. In ihrem Blick war kein Hunger mehr. Stattdessen zeigte sich eine nie dagewesene, fast besessene Bewunderung. Sie streckte ihre kleine, runde Hand aus und stupste vorsichtig den Kristall an. Dann gab sie ein zufriedenes, träumerisches, tiefes Brummen von sich. „Ja-ho ...“ In diesem Moment schien Linnea etwas realisiert zu haben. „Na gut, du magst es wohl auch“, lächelte Linnea und streichelte Lumis Kopf. Sie nahm das sanft leuchtende Mondrad in die Hand und betrachtete es im Licht. „Dann behalten wir es eben. Solange du es nicht frisst, ist es doch ein hübsches Schmuckstück.“ Dies ist die Geschichte von Linnea und ihrem Mondrad. Keine weltbewegenden Schwüre, kein Abschiede, die einem das Herz brechen. Nur ein verfressener Jack Frost, eine überforderte Naturforscherin und ein kleines Wunder, das in den langen Zeiten zufällig zum Leuchten gebracht wurde. * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |




















62 responses to “Linnea”
My neighbor Georgine has one of these. She works as a fireman and she says it looks colorful.
would it be possible to run a main dps Xilonen with Columbina, Illuga, and Linnea? I skipped Zibai, but I think Linnea is absolutely adorable so I’m trying to think of team comps lol
Yes, that is totally possible. 🙂
Girl same i am will also be doing this once i get linnea!(and illuga but illuga is on linneas banner so probably)
I have C2 R1 Zibai and I feel like I might just stick with my C6 R1 Xilonen for the similar res shred and healing though I would miss out on the extra em, increase in lunar-crys base dmg boost, off field geo sub dps, and geo application..
Well with linnea you would free up your xilonen for other teams like abyss and stygian etc, unless u dont care about that stuff then yeh its rly like whatever.
She is very freaking good.
In my testings she is doing 200K – 300K damage while tapping her E with her signature bow. With her C2 she is dealing 600k – 700K+ per e tapping skill. Absolutely insane damage for a character that heals team-wide and buffs lunar crystalize damage to the whole team.
Not only that, she has some neat things for exploration with her capturing creatures and easy ore farming with her aim shot.
A must pull if you have Zibai or are interested in getting her on a rerun.
I was really hoping that Linnea’s multi-tap E would get a significant nerf in the beta by this point int he beta cycle (as that is my biggest issue with her now, as it seems a little too strong).
Even then, since Zibai can already match the damage of the other Moonsign DPS units with the existing roster, I can’t see Linnea as a “must” pull. She will be useful for players who don’t have C6 Gorou or C6 Illuga, as she can slot in for then, but otherwise she seems a bit like “overkill” for Zibai teams otherwise. Would likely be wiser to spend resources obtaining characters to strengthen other teams, then to make a already strong team even better.
I do think that normal (single tap E) will be more useful for players who use older Geo units with Linnea (Navia, Itto, Noelle and Ningguang being the 4 I’m thinking of) since the Lunar-Crystalize damage from the Moondrifts will make up a bigger proportion of the team damage. Multi-tap E will be more useful for Zibai since the Moondrift damage is more of after-thought in her teams.
As a geo Zibai lacks the ability to counter most boss shenanigans (the only thing that favours geo – geo shields – can also be countered by claymores and overload); her scaling on def and dealing lunar damage means she has few support options, so modifying her team to deal with boss mechanics can significantly lower her damage.
As a result geos in general make up for their inflexibility with the sheer amount of damage they deal, and remain strong enough with suboptimal teammates (for solving mechanics) or brute-force through bosses.
What’s her particle situation like? is it a burst of particles on cast or generation on damage tick like Ineffa/Fischl?
Is it going to be yet another favge moment?
She generates 3 geo particles when his summon makes his first attack, another 3 in the middle of the skill duration (when attacking too), and 3 more one the last hit of the skill duration.
She is not energy hungry if using her on a 3 Geo character team. Her Ult only heals too so there is no need to use her ult on every rotation.
Ah alright thanks for clarifying. I was mostly wondering if she can battery Noelle properly since I’m planing on replacing Xilonen if i get Linnea.
cute character, super boring kit. not even an option to play her on field…
????? Boy technically you can play ANYONE on field!!!!!! The game isn’t banning you for using her different. If you care THAT MUCH just do that???? LOL I play dps sucrose on one build for her, then support as my 2nd build. Legit just do that if it upsets you that much.
She’s perfect for Navia with Columbina and Furina. But her design is ugly she’s looks like a Star Mid character.
Uuuhhhg she’s ugly!!!
A Fae? Don’t make me laugh!