Gravur des Mondbeobachters – Band II

Gravur des Mondbeobachters – Band II
Gravur des Mondbeobachters – Band IINameGravur des Mondbeobachters – Band II
Type (Ingame)Auftragsobjekt
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DescriptionEine uralte Steintafel, die auf dem Mond entdeckt wurde. Obwohl die Schrift darauf völlig unlesbar ist, können Leser den Inhalt aus irgendeinem Grund immer in ihrer Muttersprache verstehen.

Item Story

...
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Die vorliegende Fassung stellt eine wörtliche Übersetzung der zuerst empfangenen Botschaft dar und dient ausschließlich Forschungszwecken.
Der vorangehende Abschnitt, insgesamt 3.655 Zeilen, scheint die Geschichte [oder Überlieferung] dieser Zivilisation zu enthalten. Darin wird ausführlich geschildert, wie ein Unsterblicher namens Ysna’qurel nacheinander sieben verschiedene Ungeheuer [oder Angehörige seiner eigenen Art] besiegte und schließlich die gesamte Welt seinem Reich unterwarf. Ab diesem Abschnitt jedoch nimmt die Erzählung eine abrupte Wendung. Ysna’qurel erfährt von einem unbekannten Reich von dem „Schwarzen Vernichter“ sowie vom bevorstehenden Niedergang. Am Vorabend des Untergangs seines Reiches entsendet er den letzten Boten, um diese Warnung über die Grenzen des Imperiums hinauszutragen.
Über diese Zivilisation wissen wir ansonsten nahezu nichts. Vermutlich bevorzugte sie es, sämtliche Botschaften in Form langer epischer Dichtungen in der dritten Person zu übermitteln. Anders lässt sich kaum erklären, weshalb eine eigentlich recht einfache Aussage in einer derart ausschweifenden und leicht misszuverstehenden Form überliefert wurde.)

Da sprach (Ysna’qurel):
„Was habt ihr mir zu sagen? Was wollt ihr zu mir sprechen?“

Da sprachen die (...):
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Das unbekannte Wort in dieser Zeile lässt sich nicht erschließen. Dem Kontext nach scheint es zugleich die Bedeutungen von „Bruder“, „Freund“, „Herr“ und „Diener“ zu tragen.)
„So wollen wir zu dir sprechen, so wollen wir zu dir reden.“
„Ysna’qurel, Sohn des Ghel’vur, König von Throgg,“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Das Geschlecht der Hauptfigur [sofern diese Spezies überhaupt über ein entsprechendes Konzept verfügt] lässt sich nicht bestimmen. Auch die Sprache selbst scheint keinerlei erkennbare Formen grammatischer Flexion aufzuweisen.)

„Wie werden deine Hände gegen sie bestehen? Wie wird dein (...) gegen sie kämpfen?“
„Du trittst auf ihre Häupter, doch sie werden nach deiner Kehle greifen wie ein (...).“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Die unbekannten Begriffe in diesen beiden Zeilen lassen sich nicht erschließen. Der erste bezeichnet vermutlich ein Organ dieser Spezies, scheint jedoch nicht körperlicher Natur zu sein. Der zweite könnte ein Lebewesen oder ein Wesen aus ihrem Mythenschatz sein, wird jedoch an keiner früheren Stelle erwähnt.)

„Der gute Gott unseres (...) wird dir nicht beistehen.“
„Der gute Gott unseres (...) wird nicht mit dir gehen.“
[Anmerkung von Nin-Kiggia: Auch dieses Wort lässt sich nicht erschließen. Dem Kontext nach vereint es zugleich die Bedeutungen von „gütig und barmherzig“ sowie „kriegsliebend und zerstörerisch“.]

„Du wirst deine Boten entsenden, doch der Schwarze Vernichter wird dich (deine Welt) finden.“
„Du wirst zu anderen (Welten) sprechen, doch sie werden dir (deinen Worten) keinen Dank erweisen.“

„Er wird nicht länger an unserer Seite stehen.“
„Er wird nicht länger unter uns wohnen.“
„Er wird niemals in unser Land zurückkehren.“

Da (sprach) der Sohn des Ghel’vur (Ysna’qurel):
„So sprecht ihr zu mir, so hat euer (...) zu mir gesprochen.“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Das unbekannte Wort in dieser Zeile lässt sich nicht erschließen. Möglicherweise bezeichnet es etwas, das dem Begriff von Wille oder Seele nahekommt. Dem sprachlichen Kontext nach scheint es jedoch ein Organ an der äußeren Körperhülle dieser Spezies zu sein.)

„...“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Hier wurden 137 Zeilen ausgelassen. Offenbar handelt es sich ausschließlich um Aufzählungen verschiedener Namen und Titel.)

„So will ich, der Unsterbliche, zu euch sprechen. Diese Worte will ich euch überbringen.“
„Unser strahlendes Land, das Land, das uns der gute Gott N’shogul schenkte, glänzt wie reines Silber.“
„Von allen Reichen gepriesen. Wie ich als Gott geboren wurde, wie ich als Gott wandle, so fordere ich euren Gehorsam.“

Da (sprach) der Sohn des Ghel’vur (Ysna’qurel) so:
„Was wandelt, wird weiter wandeln. Was stirbt, wird sterben. Auch die Götter unterliegen diesem (Gesetz).“
„Ihr sprecht zu mir und fordert von mir, keine Boten auszusenden, keine (fremden Welten) zu warnen.“
„Doch ich werde nicht gehorchen. Meine Boten sind geschwind wie Fnost, rasch wie T’rinqu’oss.“
„Wie Olmegratheen, das durch die Flammen läuft und beim Erlöschen der dritten Lehmkerze sein Lied erhebt.“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: So lautet der Originaltext. Vermutlich handelt es sich um ein Sprichwort oder poetisches Bild dieser Kultur. Seine Bedeutung bleibt unbekannt.)

„Wenn der Schwarze Vernichter kommt, wird unsere Welt nicht länger wandeln, werden auch unsere Götter nicht länger wandeln.“
„Wenn der Schwarze Vernichter kommt, wird unsere Welt sterben, werden auch unsere Götter sterben.“
„Warum glaubt ihr, ich kenne keine Furcht? Meine Furcht ist (größer) als die eure zusammengenommen.“
„Ich fürchte mich. Ich erzittere. Ich verschlinge meinen Schmerz wie (eine bittere Speise?).“

„Nie wieder soll meine Umarmung meiner (Partnerin?) Freude bringen.“
„Nie wieder werde ich den guten (Jungen?) mit meinem Gesang Geschichten erzählen.“
„Nie wieder werde ich erleben, wie ihr (die Zukunft) erreicht, die ich euch versprach.“

So sprach der Sohn des Ghel’vur,
und Tränen liefen über sein Gesicht, und sein Herz war voller Kummer.

„Sende ich meine Boten aus, wird der Schwarze Vernichter unsere Welt finden und sie dem Tod überantworten.“
„Sende ich meine Boten nicht aus, wird der Schwarze Vernichter unsere Welt finden und sie dem Tod überantworten.“
„Darum sage ich (der Unsterbliche) euch: Der Vernichter wird alles bezwingen, was (seinem Blick) begegnet.“
„...“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Hier wurden 32 Zeilen ausgelassen. Ihr Inhalt entspricht im Wesentlichen dem dritten Eintrag (der Einzelzeile) der allgemeinen Übersetzung, ist jedoch erheblich ausführlicher und schwer verständlich.)

„Doch ich werde sie (andere Welten) wissen lassen, so wie andere einst mich wissen ließen.“
„Ich werde sie vorbereiten. Ich werde sie warnen, und ich werde ihnen Mut schenken.“
„(Freunde?), (ihr seid) nicht allein. Wir, die längst gefallenen (Krieger?), standen einst derselben (Dunkelheit) gegenüber (wie ihr).“

„Nachdem das Licht (des Tages?) erloschen war,“
„nachdem der Horizont schwarz geworden war,“
„nachdem (die Erde?) von (der Finsternis?) verschlungen worden war,“
„nachdem (der Himmel?) von (der Finsternis?) erfüllt worden war,“
„nachdem Ysna’qurels Bote ausgelaufen war,“
„wird (die Finsternis?) unsere Häuser niederreißen,“
„(und) unsere Kronen entreißen, unsere (Fundamente?) erschüttern.“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: So lautet der Originaltext. Dieses Versmaß erscheint im bisherigen Text lediglich zweimal.)

„Doch hört (ihr), dies ist unser Licht.“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Tatsächlich beschreibt das verwendete Verb nach dem Kontext eindeutig einen Vorgang des Hörens.)

„(Es) ist schwach. (Es) ist klein. Doch ist (es) ebenso (rein) wie an dem Tag, an dem es erstmals entzündet wurde.“
„Möge es zu eurem Licht werden, und möge auch euer Licht gehört werden.“
„(Unser) Licht mag schwach sein. Doch ihr (kennt?) das Licht und ihr werdet neues Licht entzünden.“
„Darum wird eines Tages ein Licht die Dunkelheit (zerreißen?). Darum wird eines Tages ein Licht bestehen bleiben, wo (wir?) verlöschen mussten.“
„Wir sind hier. Wir blicken zu (den Sternen).“
(Anmerkung von Nin-Kiggia: Es lässt sich nicht bestätigen, ob die durch „Dunkle Sternmaterie“ repräsentierte Zivilisation tatsächlich mit dem Reich des Unsterblichen Ysna’qurel identisch ist. Ebenso gut könnte es sich um eine andere, tragische Zivilisation handeln, die Ysna’qurels Warnung empfing und ihrem Schicksal dennoch nicht entkommen konnte.)

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