Alte Handschrift

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Alte HandschriftNameAlte Handschrift
Type (Ingame)Auftragsobjekt
FamilyNon-Codex Series, loc_fam_book_family_6969484
RarityRaritystr

Item Story

...

... Mein Körper ruht im Schlaf, doch mein Herz wacht.

... Ich sehe überall Nebel vom Boden aufsteigen, begleitet von einem eleganten, traurigen Klang. Es ist die Musik von Leiern und Lauten.

... Mein Herz hat diese Stimme noch nie gekannt, meine Augen haben diesen Tempel noch nie gesehen.

... Dieser Tempel wurde aus gewaltigen Steinen errichtet. Jemand fertigte Säulen aus diesen Steinen und verkleidete sie mit Gold. Sie gossen zudem goldene Sockel mit Zapfenlöchern, um die goldenen Querbalken und Sparren zu stützen.

... Ich kann kein Licht am Himmel sehen. Keine Sonne scheint, kein Mond wandert, aber das Licht in diesem Tempel ist sehr stark, wie ein blasser und heller Morgenstern.

... Doch mein Herz bleibt leer. Ich kann weder meinen Kummer vergessen noch mich von meiner Qual befreien, um mein Herz zu erleichtern. Ich habe sogar meinen Namen und meine Vergangenheit vergessen. Sie verlassen mich wie Wasser, das vorbeigeflossen ist.

... Wie soll ich mich an meine Vergangenheit erinnern? Warum ist sie wie der Morgennebel, wie der Tau, der im Nu verschwindet? Warum ist sie wie die Spreu, die vom Wind verweht wird, oder wie der Rauch, der draußen am Fenster aufsteigt?

... Nur eines ist wie ein Siegel in mein Herz eingraviert und hält mich ständig wachsam. Da ist eine Stimme, die zu mir sagt: „Du musst hier warten. Du darfst weder die Schwelle dieses Tempels überschreiten, noch nach draußen gehen.“

... Dieses Siegel ist fest. Ich weiß nicht, wessen Anweisung das ist. Ich wage es nicht, fortzugehen.

...

... Viele kleine Geister gehen um mich herum. Ihre Formen sind unvollständig, doch sie strahlen ein trostloses Licht aus.

... Ich schaue sie an und bemerke, dass ich sie nicht erkenne. Doch meine Herzenssaiten klagen wie eine Leier.

... Mein Herz ist beunruhigt in mir, mein Geist ist bekümmert in mir. Mein Innerstes ist völlig trostlos, wie eine zerstörte Stadt, wie eine Frau, der die Krone genommen wurde.

... Mein Herz, was bedrückt dich so sehr? Was verursacht diesen Kummer in mir?

... Ich kann nicht schweigen. Ich werde diese Leier mit meinen Händen spielen und Lieder zur Vertreibung des Schmerzes singen, um mein Herz zu erleichtern. Ich werde nicht über meinen Namen oder meine Taten nachdenken. Ich lasse sie wie Wasser vorbeifließen.

... Das Lied fließt von meinen Lippen. Es fliegt davon wie ein Traum, den man nie wiederfindet. Wie ein Fluss aus lebendigem Wasser sprudelt es hervor, ohne dass ich vorab darüber nachdenke. Es ist, als hätte ich es schon immer gewusst.

... Obwohl ich singe, ist mein Herz voller Trauer. Meine Tränen fließen wie ein Fluss, doch ich weiß nicht, um wen ich trauere. Also singe ich.

... Ich weine Tag und Nacht, Tränen durchnässen meine Wangen. Ich gedenke dem, was man nicht gedenken kann, ich erinnere mich an das, woran man sich nicht erinnern kann. Doch niemand sieht meine Einsamkeit oder meinen Schmerz. Also singe ich.

... Diese Trauer überwältigt mein Leben, doch ich kann sie nicht überwinden. Also singe ich.

... Das Zirpen der Zikaden in längst vergangenen Herbstnächten ist der Chor der Verbannten ...

... Nur Melodien und Erinnerungen verweilen in diesem fremden Land ...

... Die letzte Sängerin spielt ihre letzte Melodie, leise und verklingend ...

... Und die erste Seelie wandert durch die Hallen der Engel ...

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